„Mitten im städtischen Leben ein Gefühl von Geschlossenheit, Ruhe und Licht“ – diesen Eindruck soll das rumänisch-orthodoxe Kirchenzentrum in Aubing erwecken. Simulation: fkn

Rumänisches Kirchenzentrum

Orthodoxe dürfen ab Frühjahr bauen

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München - Nun ist es amtlich: Im kommenden Frühjahr startet der Bau des neuen rumänisch-orthodoxen Kirchenzentrums in Aubing. Über die Zustimmung der Lokalbaukommission sei er dankbar und erleichtert, sagte Weihbischof Sofian von Kronstadt.

Den Spatenstich auf dem rund 2600 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke Kastelburg- und Industriestraße plane man am 11. April 2016, dem Festtag des Hl. Hierarch Calinic von Cernica und künftigen Kirchenpatrons.

Seit 2004 lebt Weihbischof Sofian in der Landeshauptstadt, um das seinen Worten zufolge umfassendste Infrastruktur-Vorhaben der rumänisch-orthodoxen Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa in die Tat umzusetzen. Rund 25 000 Gläubige gebe es inzwischen allein in München. Im Zentrum des Großprojektes steht die Kirche mit etwa 200 Plätzen. Ihre orthodoxe Architektur bedeute „tiefe geistliche Vertrautheit für Menschen aus allen Regionen Rumäniens“, so der Weihbischof. Komplettiert wird das Gotteshaus mit einem Gemeindezentrum und dem Bischofssitz. „Aber nicht in der Größe, die man erwarten könnte.“ Die rumänisch-orthodoxe Tradition bedeute ein Leben nach klösterlichen Prinzipien, so der Geistliche. Geplant seien nur Büro- und Empfangsräume, Gästezimmer, eine Bibliothek, ein Speisesaal sowie einige Klosterzellen. Die Gebäude werden durch gemauerte Arkaden verbunden. „So entsteht mitten im städtischen Leben ein Gefühl von Geschlossenheit, Ruhe und Licht“, erläutert Sofian.

Im Gemeindezentrum will man Sprachkurse für Kinder und Jugendliche anbieten, aber auch Aktionen für ältere Menschen. Für größere Veranstaltungen will die Gemeinde im Untergeschoss einen multifunktionalen Saal bauen. Finanziert wird das mehrere Millionen teure Projekt – allein das Grundstück schlägt mit 1,24 Millionen Euro zu Buche – laut Sofian durch Spenden der Gläubigen. Über Zuschüsse der evangelischen und katholischen Kirche jeweils in Höhe von 300 000 Euro sei man besonders dankbar, sagte der Weihbischof.  

mwh

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