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Zahlreiche Leser haben uns kontaktiert, um von ihren Ärgernissen mit der Post zu berichten.

Packstation am Postamt in Gröbenzell

Paket-Ärger mit DHL: Immer mehr Leser erzählen von Problemen mit der Post

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Hier funktioniert die Packstation nicht, dort war die Post einfach verschwunden. Zahlreiche Leser haben uns kontaktiert, um von ihren Ärgernissen mit der Post zu berichten. Dabei scheint ein Fall kurioser als der andere. 

München - Mit dieser Geschichte hat die tz offenbar einen Nerv getroffen! Am Dienstag berichteten wir über lange Wartezeiten und Schwierigkeiten bei der Paketzustellung. Die Folge: Zig Leser meldeten sich, um auch ihrem Ärger über die Post Luft zu machen.

Dass auch die Packstation nicht zwingend vor Paketärger schützt, zeigt der Fall von tz-Leser Michael Grünberg. „Ich versuche, seit Ende Oktober ein Paket aus der Packstation am Postamt in Gröbenzell zu befreien“, erzählt Grünberg. Am 28. Oktober sei das Paket eingetroffen. „Als ich dann ordnungsgemäß zur Packstation geeilt bin, war die ohne Strom“, so Grünberg. Mit einem Anruf bei DHL konnte er die Dame am anderen Ende der Leitung immerhin davon überzeugen, den Fall aufzunehmen. Eine halbe Woche später funktionierte die Station immer noch nicht. Ein weiterer Anruf in Bonn endete mit der Auskunft: „Sie müssen noch warten.“ Derweil trudelten immer neue Nachrichten von DHL ein. In einer wurde Michael Grünberg mitgeteilt, dass die Station derzeit außer Betrieb sei, in der nächsten, dass das Paket schleunigst abgeholt werden müsse, sonst ginge es zurück an den Absender. Mittlerweile ist die Station repariert, auf sein Paket muss Grünberg aber weiter warten. „In der Filiale nebenan hieß es, die Techniker hätten es entnommen und müssten es erst wieder in die Packstation zurücklegen.“ Es bleibt also spannend.

Anwohner ärgern sich: „Unsere Post war einfach verschwunden“

tz-Leserin Konstanze Schiede-Jung weiß noch nicht mal, was ihr alles entgangen ist. „Als wir Mitte August von einem einwöchigen Kurzurlaub zurückkehrten, haben wir keine Post vorgefunden“, erinnert sie sich. Den Nachbarn ging es ähnlich. „Unsere Post war einfach verschwunden“, ärgert sie sich. Verloren gegangen ist etwa ein Ausweis für ihr Abonnement im Residenztheater. „Wenn jetzt einmal einen Tag keine Post kommt, bin ich gleich misstrauisch, dass die Briefe wieder in irgendeinem Abfall gelandet sind.“ Außer montags: „Da kommt die Post ja stillschweigend sowieso nicht mehr.“

Die im Text beschriebenen Probleme an der Filiale in der Meistersingerstraße sind auch Petra Sandles bekannt. „Mehrfach wurde die Zustellung von Paketen gar nicht erst versucht“, schimpft Sandles. „Und auf einen Beschwerdebrief an die Filialleitung habe ich nicht mal eine Antwort erhalten.“ Ihr Fazit: „So ist das, wenn ein Quasi-Monopolist nur noch den Börsenkurs im Blick hat und der Kunde eher als Störfaktor empfunden wird.“

Besonders absurd ist der Fall des Münchner Schauspielers Josef Pfitzer. Obwohl er die Annahme eines Pakets für eine Person, die er nicht kennt, verweigert hat, liegt das besagte Pakerl jetzt seit fünf Tagen in seiner Wohnung. „Vielleicht ist der Aufkleber Retour für DHL ja eine Aufforderung zur Abstellung beim Nächstbesten“, ärgert sich Pfitzer. Adressiert ist es an einen Morten Parschal. „Ich will mithelfen, dass der Empfänger sein Paket erhält, dafür müsste die DHL aber die Sendung endlich abholen, die der Zusteller klammheimlich bei mir hinterlegt hat“, sagt Pfitzer.

Video: DHL plant Einsätze im Weltraum

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