Fingerspitzengefühl ist weiter gefragt

Pegida-Gegner klagen über Polizei: Kommentar 

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München - Pegida-Gegner klagen über unverhältnismäßige Polizei-Einsätze. Tatsächlich wäre im Umgang mit den Demonstranten mehr Fingerspitzengefühl gefragt, kommentiert Merkur-Redakteur Felix Müller.

Zehntausende Münchner gingen um den Jahreswechsel auf die Straße: Noch Monate später nannte der OB es den schönsten, stolzesten Moment seiner Amtszeit, auf die Massen Pegida-Gegner geblickt zu haben. Inzwischen sind die Kameras weg, die Demonstrationen klein geworden. Trotzdem ist es immer noch wichtig, dass es einen Protest gegen die wöchentlichen Kundgebungen gibt. Ohne große Öffentlichkeit ist der Polizei aber offenbar leider das Fingerspitzengefühl verloren gegangen.

Zwei junge Frauen, die für Toleranz demonstrieren wollten, wurden wegen eines nichtigen Grundes angezeigt. Das ist wohl kein Einzelfall. Bleibt zu hoffen, dass die Politik solche Fälle wieder in den Blick nimmt. Und denen, die gegen Rechts demonstrieren gehen, zeigt, dass genau das ihr gutes Recht ist. Die Erfahrung der Frauen war eine andere. Vermutlich haben sie erstmal keine Lust mehr auf eine Demo. Das ist nicht das München, auf das OB Reiter so stolz ist.

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