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Die Sensoren liegen unter den Gummistreifen im Asphalt, wie MVG-Chef Ingo Wortmann (re., hinter ihm Martin Sauer, neben ihm ParkHere-Gründer Felix Harteneck) zeigt.

Pilotprojekt in München

Genial: So wollen diese Männer die Parkplatz-Suche erleichtern

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Die MVG testet an der Münchner Freiheit ein neues Sensor-System, das die Jungunternehmer von ParkHere entwickelt haben. Wird die Suche nach einem Parkplatz damit endlich einfacher?

Mit einem Klick zum Parkplatz: Für Autofahrer geht ein Traum in Erfüllung, wenn diese Technik Standard wird. Das Münchner Start-up-Unternehmen ParkHere hat Sensoren entwickelt, die freie Parkplätze erkennen und an eine Internetplattform melden. Die MVG testet das System nun zum ersten Mal im öffentlichen Raum: auf Carsharing-Parkplätzen an der Münchner Freiheit.

Projekt ist auf unbestimmte Zeit angelegt

„Diese Sensoren sind ein sehr intelligentes Hilfsmittel von einem Partner vor Ort“, sagte MVG-Chef Ingo Wortmann gestern bei der Vorstellung an der sogenannten Mobilitätststation. „Im Rahmen unseres Pilotprojekts testen wir neben der Funktionalität auch die Dauerfestigkeit und Leistungsfähigkeit.“ So funktioniert die zukunftsweisende Technologie der Stipendiaten vom Gründungszentrum Unternehmer-TUM: Die ParkHere-Sensoren im Boden erkennen, ob der Platz gerade belegt ist – und melden die Information über einen Internetspeicher (Cloud) an eine Park-App auf dem Smartphone. Das Besondere: „Unsere Sensoren funktionieren ohne Batterien oder Strom. Der Druck, den die Autos beim Überfahren der Sensoren ausüben, wird in Energie umgewandelt“, sagt der 23-jährige Gründer Felix Harteneck.

Die Sensoren senden die Information, ob ein Parkplatz frei ist, an eine Station, die die Daten ins Internet schickt – und von dort aufs Smartphone.

An der Münchner Freiheit sind die Sensoren mittlerweile an den sechs Parkplätzen für Carsharing-Fahrer verschiedener Anbieter installiert. Zwei dieser Plätze haben Zugang zu einer Ladestation für Elektroautos. „Hier konnte der Fahrer bislang zwar über die MVG-App sehen, ob die Ladestation gerade benutzt wird“, sagt Martin Sauer von der MVG. „Künftig kann er aber auch sehen, ob ein Auto den Platz zum Parken blockiert.“ Die Sensoren erkennen sogar genau die Größe des freien Parkplatzes.

Das Pilotprojekt der MVG ist auf unbestimmte Zeit angelegt. Laut Sauer sind in München bis zu 15 Mobilitätsstationen geplant. An vier von ihnen sollen im Frühjahr 2018 auch Radarsensoren getestet werden. Vorerst kann der Carsharing-Nutzer den Belegungsstatus nur unter https://carsharing.mvg-mobil.de/ sehen, ab Herbst soll das auch über die MVG-App möglich sein. Ein erster Schritt in eine Zukunft, in der Münchner womöglich auch mit ihren – dann wohl elektrischen – Privatautos per App blitzschnell einen Parkplatz finden.

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