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Jasmin S. (50) hat gestanden.

Polizei gab Warnschuss ab

Pistolen-Frau vor Gericht: „Der Teufel hat mich geritten!“

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München - Eine 50-Jährige hat  am 5. März erst eine Nachbarin bedroht und danach einen Großeinsatz der Polizei verursacht. Jetzt steht sie vor Gericht.

Alles nur ein Scherz? So sah das für die Polizei jedenfalls nicht aus, als Jasmin S. (50) plötzlich eine Pistole in der Hand hatte. „Ich musste einen Warnschuss abgeben“, sagte ein Beamter – er hielt die Waffe der psychisch kranken Frau für echt und musste S. am ­U-Bahnhof in Obersendling verhaften. Dort hatte sie am 5. März erst eine Nachbarin bedroht und danach einen Großeinsatz der Polizei verursacht. Am Freitag wurde ihr am Landgericht der Prozess gemacht. „Der Teufel hat mich geritten, weil ich so betrunken war“, sagte sie aus. 

Eines wusste sie aber noch genau: Wie schlecht es ihr vor einem halben Jahr ging. „Ich lebte in Notunterkünften der Stadt.“ Deshalb habe sie sich eine Schreckschusspistole gekauft. „Die nahm ich sogar mit zur Toilette.“ Angeblich, um sich zu schützen. Einen Polizei-Einsatz hatte S. aber bereits am 27. Februar in der Burmesterstraße verursacht – damals mit einer Maschinenpistole, auch als Spielzeugvariante. „Ich hab mich dadurch stärker gefühlt.“ Seit acht Monaten ist S. mittlerweile in der Psychiatrie. Dort muss sie eventuell bleiben. 

thi

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