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Sendlinger Tor vor einer Woche: Mit einer Kletteraktion wollten sich Flüchtlinge der Räumung des Camps entziehen.

„Refugee Struggle For Freedom“

Flüchtlings-Aktivisten planen „weitere Schritte“

München - Nach der Räumung des Protestcamps von Flüchtlingen am Sendlinger Tor wollen die Aktivisten von „Refugee Struggle For Freedom“ auf einer Pressekonferenz über ihr weiteres Vorgehen informieren.

Am heutigen Freitag um 12 Uhr ruft die Gruppe „Refugee Struggle for Freedom“ zur Pressekonferenz und Kundgebung auf. Die Flüchtlinge wollen über die Auflösung des Hungerstreiks sprechen und berichten, welche nächsten Schritte sie mit ihrem Protest gehen wollen, um ein Bleiberecht zu erwirken – ihre zentrale Forderung. „Alle unsere Forderungen gehen in der Forderung nach Bleiberecht auf. Wir fordern das Recht auf Arbeit, Bewegungsfreiheit, Bildung und freie Wahl des Wohnortes“, heißt es in einer Mitteilung.

Auch zu einer Demonstration rufen die „Refugees“ heute auf. Der Zug soll vom Hauptbahnhof Nord über den Stachus zum Sendlinger Tor führen. Start ist um 17.38 Uhr. Dies ist die Uhrzeit, zu der die Polizei am vergangenen Freitag begonnen hatte, das Protestcamp am Sendlinger Tor zu räumen. Motto der Demo: „Erinnerung an die Auflösung des Hungerstreiks“.

Im Oktober hatten die Aktivisten einen Protestmarsch von Flüchtlingen von München nach Nürnberg organisiert, rund 80 Migranten hatten daran teilgenommen. Nach einer Dauerdemo Anfang September am Sendlinger-Tor-Platz gab es im Oktober ein neuerliches Protestcamp, das die Polizei in der Nacht von Freitag auf Samstag vergangener Woche auflöste. Bei der Räumung waren Flüchtlinge auf Bäume geklettert, Polizeibeamte mussten einige von ihnen herunterholen. 

Die Flüchtlinge waren vor der Räumung in einen Hungerstreik getreten und hatte nauch einen Durststreik angekündigt. Das Münchner Kreisverwaltungsreferat hatte die Räumung mit einer „Gefahr für Leib und Leben“ für die Flüchtlinge begründet. Diese habe vor allem wegen der Kälte in den Nächten bestanden, einige Flüchtlinge mussten damals bereits medizinisch versorgt werden. 

Polizei räumt Protestcamp am Sendlinger Tor: Bilder

chu/mb

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