Polizeieinsatz am Flughafen beendet: S1 und S8 fahren wieder bis zum Airport

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Die Pläne für ein Semesterticket sind erneut gescheitert

München - Für Münchens Studenten bleiben ermäßigte Preise bei der Fahrt mit dem MVV weiter ein Wunschtraum. Ein erneuter Anlauf für ein sogenanntes Semesterticket ist nun gescheitert.

OB Christian Ude (SPD), Vorsitzender der MVV-Gesellschafterversammlung, erklärte auf Anfrage des Münchner Merkur: „Das Modell hat überhaupt keine Chance.“ Der dafür notwendige Zuschuss sei zu hoch. Nähere Auskünfte gab das OB-Büro nicht. Man wolle erst die Studierenden über die Entscheidung informieren, hieß es.

Das nun geprüfte Modell hatten die Studierendenvertreter der Technischen Universität, der Ludwig-Maximilians-Universität und der Hochschule München dem MVV zur Prüfung vorgelegt. Es basiert auf einem obligatorischen Sockelbetrag von maximal 59 Euro. Dafür hätte ein Student ein Semester lang werktags von 18 bis 6 Uhr und am Wochenende ganztägig mit dem MVV fahren können. Wer die öffentlichen Verkehrsmittel auch tagsüber nutzen will, sollte einen freiwilligen Aufpreis zahlen. Der Gesamtbetrag sollte dennoch unter 200 Euro pro Semester liegen. Der niedrige Preis sollte so viele Studenten ermuntern, ein Semesterticket zu kaufen, dass für die städtische Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Bahn als Betreiber der S-Bahn kein Defizit entsteht. Das aber ist offenbar nicht leicht. Das Problem: In München fahren bereits zwei Drittel der Studenten mit Bus oder Bahn zur Uni. Ob ein Semesterticket also Fahrgastzuwächse schafft, die die Defizite durch den günstigeren Preis wieder ausgleichen, ist fraglich. MVG und Bahn erklärten zwar, die Prüfung des Modells laufe noch. Nach Informationen unserer Zeitung liegt das Ergebnis aber bereits vor. Danach wollen die Verkehrsbetriebe den Vorschlag erneut nicht akzeptieren.

„Wenn’s so ist, ist es traurig“, sagte Anian Kammerloher von der TU München. Er hoffe aber, dass die Verkehrsbetriebe nicht nur eine Absage auf Lager hätten, sondern auch konstruktive Vorschläge, wie man dann ein Semesterticket einführen könne.

Von Matthias Kristlbauer

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