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So soll der Frauenplatz nach der Schönheitskur aussehen

Altstadt

Frauenplatz wird zur Fußgängerzone

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Der Platz rund um den Liebfrauendom soll verschönert werden. Zudem wird die Fußgängerzone in der Löwengrube verlängert. Die Baumaßnahmen  dauern voraussichtlich bis 2025.

Die Münchner Fußgängerzone hat eine reiche Geschichte: Sie wurde 1972 anlässlich der Olympischen Spiele eröffnet. Das Gestaltungskonzept setzte damals international Maßstäbe. Entwickelt wurde es von Bernhard Winkler. Der Professor von der Technischen Universität München (TUM) hatte auch den Brunnen zwischen der Augustinerstraße und dem Hauptportal des Doms gestaltet. Nun, da es um neue Baumaßnahmen geht, konnte Winkler wieder zum Mitmachen gewonnen werden: Er wird das Gesamtkonzept rund um Frauenplatz, Augustinerstraße und Löwengrube entwickeln.

Die bisherige städtebauliche Situation dort ist wenig einladend, der Brunnen vor der Kirche wirkt ziemlich verloren. Das soll nun besser werden – in einem vom Baureferat bereits festgelegten Zeitplan. Das Maßnahmenpaket, das auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurückgeht, soll heute im Stadtrat beschlossen werden.

Der erste Schritt erfolgt im kommenden Jahr: Von 2017 bis 2018 sollen die Straßenbeläge in der Liebfrauenstraße und im südlichen Abschnitt der Augustinerstraße von der Kaufingerstraße bis zum Frauenplatz saniert werden. Das Pflaster wird barrierefrei.

Im Jahr 2018 wird der Brunnen neu gestaltet. Ziel: Die Augustinerstraße soll nicht mehr abgeschirmte Rückseite des Frauenplatzes sein, der Brunnen soll allseitig erlebbar und genießbar werden. Winklers Plan sieht vor, die Anlage mit drei Brunnenbecken zu ergänzen, die sich entlang der Augustinerstraße an die Natursteinwand schmiegen. Gespeist werden die Wasserbecken von horizontal sprühenden Wasserstrahlen. Die Beckenränder sind so hoch, dass man darauf sitzen kann. Atmosphäre und Aufenthaltsqualität vor dem Dom sollen dadurch ansprechender werden, im Schatten sechs mächtiger Platanen. Immerhin, so das Baureferat, sei es ein Platz, auf dem Touristen und Münchner nach dem Einkaufsbummel gerne verweilen.

Eine weitere Neuerung: Um den optischen Bezug zur Fußgängerzone zu verbessern, soll die Treppenanlage vom Frauenplatz hinunter zur Löwengrube entfernt werden. Stattdessen gibt es über plateauartige Absätze einen fließenden Übergang vom Frauenplatz in Richtung Löwengrube, wo an der die Bastion fassenden Wand unterhalb des Doms ebenfalls ein Brunnen errichtet werden soll. Dies alles und die restliche Gestaltung der Oberfläche auf dem Frauenplatz sowie zwischen Brunnen und Hauptportal des Doms soll bis 2019 erfolgen.

Von 2020 an wird dann die Verlängerung der Fußgängerzone in der Löwengrube in Angriff genommen. Derzeit endet der Frauenplatz abrupt an der Löwengrube, und die Fußgängerzone aus der Schäfflerstraße kommend mündet in einen Wendehammer. Durch die Erweiterung der Zone bis zur Einmündung Hartmannstraße kann nach Auffassung des Baureferats künftig ein geschlossener Fußgängerbereich um den ganzen Dom entstehen.

Bäume und Blumenschmuck in Pflanzkübeln sollen die Fußgängerzone genauso aufwerten wie Stühle zum Verweilen – ähnlich wie jüngst in der Sendlinger Straße geschehen. Für die Dienstfahrzeuge der Polizei, die aktuell vor dem Präsidium in der Löwengrube parken, sollen ersatzweise Schrägparkplätze im weiteren Verlauf der Löwengrube zwischen Hartmann- und Karmeliterstraße geschaffen werden.

Als letzter Schritt sollen von 2019 an die Oberflächen rund um den Dom erneuert werden. Begonnen wird an der Südseite, dann geht es abschnittsweise gegen den Uhrzeigersinn weiter. Die Maßnahme wird mit der Sanierung der Frauenkirche abgestimmt, für die das Staatliche Bauamt zuständig ist.

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