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Das Foto entstand in der Maxvorstadt für unsere Portrait-Serie über die Münchner Polizei-Inspektionen. 

An Dreistigkeit schwer zu überbieten

„Andere machen das doch auch“: Elf Ausreden, die die Münchner Polizei ständig hört

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Wir haben die Münchner Polizei gefragt, welche Ausreden sie fast jeden Tag hört. Die Liste der Sprüche, die wir zurückbekommen haben, ist an Witzigkeit und Dreistigkeit schwer zu überbieten. 

Ausrede Nummer 1: der Behindertenparkplatz

„Hallo, Sie stehen auf einem Behindertenparkplatz.“

„Mein Mann hat aber einen Parkausweis für Behinderte.“ 

„Wo ist Ihr Mann?“

 „Ja, der ist zu Hause.“

Ausrede Nummer 2: Die Drogenkontrolle

„Grüß Gott, allgemeine Verkehrskontrolle. Darf ich fragen, was Sie da für ein Pflaster auf dem Unterarm haben?“

„Ja klar, ich war gerade bei der Blutentnahme in der Rechtsmedizin. Ihre Kollegen haben mich vor einer Stunde wegen Drogen am Steuer erwischt.“ 

„Und warum fahren Sie jetzt wieder Auto?“ 

„Die haben mir ja den Führerschein gelassen, nur den Autoschlüssel abgenommen. Aber ich hatte ja noch einen Ersatzschlüssel.“ 

(Anmerkung der Polizei München: Bei einer Fahrt unter Drogeneinfluss im Ordnungswidrigkeitenbereich wird den Betroffenen nicht der Führerschein abgenommen.)

Ausrede Nummer 3: Der Anrufer

„Hallo, Sie haben während der Fahrt mit dem Handy telefoniert.“ 

„Das stimmt nicht, das war nur mein Geldbeutel.“ 

„Aber warum halten Sie sich Ihren Geldbeutel ans Ohr?“ 

„Das Leder ist so weich.“

Ausrede Nummer 4: Der Mutter-Kind-Parkplatz

„Hallo, Sie stehen auf einem Mutter-Kind-Parkplatz“

„Ja kein Stress, meine Mutter kommt gleich.“

Hinweis der Polizei: Es ist richtig, dass ein „Mutter-Kind-Parkplatz“ in der StVO nicht erfasst ist. Allerdings ist es auch Aufgabe der Polizei, Fahrzeugführer darauf anzusprechen. Die Polizei kann die Autofahrer dabei natürlich nicht verwarnen. 

Ausrede Nummer 5: Der langsame Zeuge

„Haben Sie etwas von dem Einbruch beim Nachbarn mitbekommen?“

„Ja, ich habe gegen 17.30 Uhr eine Scheibe klirren gehört und dann 15 Minuten lang Gepolter gehört. Wir haben dann gegen 18 Uhr nachgeschaut und da sah ich, dass das Fenster aufgebrochen und alles durchwühlt wurde.“ 

„Und warum haben Sie nicht gleich die Polizei gerufen?“ 

„Wir wollten erstmal aufessen.“

Standard-Ausrede Nummer 6

„Aber ich war doch nur drei Minuten weg.“

Standard-Ausrede Nummer 7

„Aber ich hatte doch die Warnblinkanlage eingeschaltet.“

Standard-Ausrede Nummer 8

„Ich musste mich auf den Behindertenparkplatz stellen, weil nichts anderes frei war.“

Standard-Ausrede Nummer 9

„Warum soll es denn ausgerechnet jetzt brennen?“

Standard-Ausrede Nummer 10

„Andere machen das doch auch.“

Standard-Ausrede Nummer 11

„Haben Sie nichts Besseres zu tun?“

Die Polizei München weist darauf hin, dass sie die Ausreden sinngemäß wiedergegeben hat. 

Teilen Sie die Liste auf Facebook mit anderen Münchnern:

Lesen Sie unsere Liste der 13 originellsten Tweets der Wiesn-Wache auf dem Oktoberfest 2017.

Und sicher wird Sie auch unsere aufwendige Portrait-Serie über die Inspektionen der Polizei München interessieren. Hier gelangen Sie allen Folgen. Das Polizeipräsidium München ist in 25 Inspektionsgebiete in der Stadt und im Landkreis München unterteilt – deren Nummern noch aus der Zeit vor der Neuordnung des Präsidiums stammen. 

sah

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