Preisgekrönte Vorkämpfer der Ökumene: Akademiedirektor Florian Schuller (Mitte) mit den Taize-Brüdern Alois (li.) und Timothée. Foto: fkn

Preis für praktizierte Ökumene

München - Der mit 10 000 Euro dotierte Ökumene-Preis der Katholische Akademie Bayern geht in diesem Jahr an die Bruderschaft von Taizé.

Im Vorfeld des Zweiten Ökumenischen Kirchentags 2010 in München schlägt die Katholische Akademie Bayern eine Brücke von der bayerischen Landeshauptstadt nach Frankreich: Der mit 10 000 Euro dotierte Ökumene-Preis der Akademie wurde in diesem Jahr der Bruderschaft von Taizé zuerkannt.

Die Akademie würdigt damit eine ökumenisch orientierte Gemeinschaft, die „in vorbildlicher Weise ökumenische Offenheit mit dem dankbaren Stehen zur je eigenen Glaubenstradition verbindet“, so die Begründung. Bei einer Feierstunde übergab Akademiedirektor Florian Schuller die Urkunde an den aus Nördlingen stammenden Prior der Bruderschaft, Bruder Alois.

Vor genau 60 Jahren hatte der reformierte Theologe Roger Schutz im französischen Burgund die „Communauté“ gegründet. Heute gehören der Gemeinschaft etwa 100 Brüder verschiedener Konfessionen aus mehr als 20 Nationen an. Ihr Wirkungskreis reicht bis nach Asien, Afrika und Lateinamerika. „Wenn Christen getrennt sind, wird die Botschaft des Evangeliums unhörbar“, sagte Bruder Alois. Er rief die christlichen Gemeinden auf, regelmäßig ein „Abendgebet der Versöhnung“ anzubieten. Das könne helfen, „Abschottungen in unseren Gesellschaften zu überwinden“. Das Preisgeld will die Bruderschaft, die selbst keine Spenden annimmt, für ein Projekt in China verwenden. Dort, so Bruder Alois, wolle man eine Million Bibeln drucken und verteilen lassen. sc

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