+
Michael Käfer ist der neue Gastgeber auf der Praterinserl.

Neuer Betreiber

Promi-Wirt übernimmt Praterinsel

  • schließen

München - Im Juli erst hat Feinkost Käfer einen herben Verlust hinnehmen müssen - die Staatsoper trennte sich von dem Caterer. Jetzt gibt es wieder Grund zur Freude für Firmeninhaber Michael Käfer.

Käfer übernimmt den Betrieb der Praterinsel. Zunächst soll hier aber auch unter seiner Ägide alles beim Alten bleiben. Zusammen mit dem neuen Besitzer Urs Brunner will der Pwomi-Wirt aber die Zukunft des Areals mitgestalten – wie auch immer die aussehen wird.

Seit 2011 hat die Agentur Planworx die Praterinsel mit Firmenveranstaltungen für Kaliber wie BMW, O2 oder Microsoft sowie Kultur und Partys bespielt. Außerdem findet dort im Sommer der Praterstrand statt, den nach Angaben des Unternehmens heuer etwa 300 000 Menschen besucht haben. Die Übernahme durch Käfer sei eine freundliche, betonen alle Beteiligten. „Wir wollen uns auf unser Kerngeschäft Erlebnis-Marketing konzentrieren“, sagte Planworx-Geschäftsführer Chris Boehm-Tettelbach dem Münchner Merkur. Dem Vernehmen nach hat die Agentur einen neuen, sehr großen Kunden an der Angel, so dass sie das Veranstaltungsgeschäft auf der Isarinsel nicht mehr stemmen kann und will.

Party auf der Praterinsel: hier beim Isle of Summer-Festival 2013.

Darum übernimmt Käfer, der nach eigenen Angaben bereits Erfahrung auf dem Areal hat. „Wir machen schon jetzt pro Jahr den Partyservice für etwa 40 Veranstaltungen dort gemacht“, sagte er gestern auf Anfrage. Nun biete sich die Chance, dies im größeren Stil zu tun – die Struktur gebe es ja schon. So könne man die Veranstaltungsorganisation und das Catering aus einer Hand anbieten. Ob und wie viel er Planworx als Ablöse bezahlt hat, sagt Käfer nicht.

Etwa 150 Veranstaltungstage gibt es bislang auf der Praterinsel, berichtet Planworx-Chef Boehm-Tettelbach. Daran soll sich fürs Erste nichts ändern, auch der Strand bleibt. Käfer übernimmt das bisherige Nutzungskonzept und auch die beiden Angestellten. „Die Praterinsel“ bleibt, was sie ist“, betonte der Promi-Wirt.

Was auf Dauer aus ihr wird, ist ungewiss. Vor fast einem Jahr ist bekannt geworden, dass der Münchner Bauunternehmer Urs Brunner die Insel dem Immobilienunternehmen Patrizia abgekauft hatte. Bald wurde spekuliert, Brunner wolle auf dem lukrativen Fleckchen zwischen Maximilianeum und Lukaskirche Wohnungen bauen – laut Flächennutzungsplan gilt die Insel freilich als städtischer Außenbereich, hier ist Wohnen verboten. Laut einem Stadtratsbeschluss von 1993 muss in der ehemaligen Schnapsbrennerei Riemerschmid zudem überwiegend Kultur stattfinden. Was Kultur ist und ob das, was auf der Praterinsel stattfindet, dazu zählt, darüber streitet sich regelmäßig der Stadtrat. Michael Käfer betont, er habe mit Brunner gesprochen. Noch habe der Bauunternehmer keine konkreten Pläne für die Insel. „Aber die Praterinsel bleibt ein Ort, der für alle Seiten spannend ist.“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Das ist der Herr der zweiten Stammstrecke
Er hat das U-Bahnsystem im arabischen Doha/Katar gebaut, war an der ICE-Strecke Nürnberg-München als Planer beteiligt und wirkte auch beim an den Kosten gescheiterten …
Das ist der Herr der zweiten Stammstrecke
49 Stunden Stillstand: München ist deutsche Stau-Hauptstadt
Pendler, die mit dem Auto fahren, stehen in München jährlich 49 Stunden im Stau – länger als in jeder anderen deutschen Stadt. Das hat das Software-Unternehmen INRIX …
49 Stunden Stillstand: München ist deutsche Stau-Hauptstadt
Stadträte beschweren sich über unbegabte Musikanten
Was wäre die Fußgängerzone ohne ihre Straßenkünstler? Da stecken Erwachsene in Kinderwagen, ein Mann scheint an einer Stange zu schweben, Pantomimen belustigen Gäste …
Stadträte beschweren sich über unbegabte Musikanten
Oralsex im Park: Saftige Strafe für Münchner Pärchen
Sie haben gewusst, dass sie beobachtet werden, konnten sich aber nicht beherrschen. Ein heißes Abenteuer in einem Park kommt einem Münchner Liebespaar jetzt teuer zu …
Oralsex im Park: Saftige Strafe für Münchner Pärchen

Kommentare