Protest der Hausärzte

München - Der Hausärzteverband in Bayern will heute in Nürnberg eine breite Mehrheit seiner Mitglieder für einen Ausstieg aus dem System der gesetzlichen Krankenversicherung gewinnen. Die Vertretung von rund 7000 der 9000 Hausärzte im Freistaat will mit der Rückgabe der Kassenzulassungen gegen die wachsende Bürokratie und die sinkenden Honorare protestieren.

Dieses "perverse Unterdrückungssystem" sei der Grund für den ausbleibenden Nachwuchs, erklärte Verbandschef Wolfgang Hoppenthaller im Vorfeld der Veranstaltung. Der Altersdurchschnitt der Hausärzte liege inzwischen bei 58 Jahren. Mit der Rückgabe ihrer Kassenzulassung wollen die Hausärzte die Kassen zwingen, künftig "auf Augenhöhe" mit ihnen zu verhandeln. Die Staatsregierung und die Kassenärztliche Vereinigung warnten die Hausärzte vor dem Ausstieg.

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