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Murat P. (l.) und Cem Ö. sagten am Mittwoch vor Gericht gegen die Schläger aus.

Prozess am Amtsgericht

An Silvester überfallen und brutal verprügelt

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München - In der Silvesternacht wurden sie überfallen und brutal verprügelt. jetzt sagten zwei Männer vor dem Amtsgericht gegen ihre Angreifer aus.

Die Augenhöhle gebrochen. Die Schneidezähne ausgeschlagen. Und etliche Rippen geprellt. So endete für Murat P. (57, alle Namen geändert) die Silvesternacht. Gemeinsam mit seinem Spezl Cem Ö. (49) hatte er am Ostbahnhof gefeiert, später legten sich beide in seinen Wohnwagen schlafen, der in der Haagerstraße stand. Dort wurden sie gegen vier Uhr nachts überfallen und schwer verprügelt. Am Mittwoch landete der Fall vor dem Amtsgericht.

Angeklagt sind dort zwei junge Männer, die an Silvester eigentlich auf der Durchreise nach Prag waren. Durch die Bombendrohung war der Hauptbahnhof aber gesperrt, da gingen sie in der Kultfabrik feiern. Nachts, auf dem Rückweg, kamen sie am Wohnwagen vorbei – sturzbetrunken. „Sie haben ihren Hund gesucht“, sagt Murat P., der als Zeuge geladen war. „Aber ich wusste von nichts, stand im Schlafanzug da. Plötzlich fingen sie wie wild an, auf uns einzuschlagen.“

Zwei Frauen halfen den Prügel-Opfern später, riefen die Polizei. Die Schläger sind jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Sie behaupten, sie hätten nur Ohrfeigen verteilt. „Davon bricht aber nicht die Augenhöhle“, sagte die Richterin. Der Prozess dauert an.

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