Mit Waffen erwischt

Prozessauftakt gegen Terrorhelfer nach Pariser Anschlägen geplatzt

München - Eigentlich sollte am Montag der Prozess gegen den mutmaßlichen Terrorhelfer, der im Herbst bei Rosenheim mit einer Wagenladung Waffen aufgegriffen wurde, beginnen. 

Ein Prozess gegen einen mutmaßlichen Terrorhelfer von Islamisten in Frankreich verzögert sich. Der für Montag geplante Verhandlungsauftakt vor dem Oberlandesgericht München wurde abgesagt, weil der Verteidiger krank ist. Ein 51 Jahre alter Mann steht im Verdacht, er habe Terroristen mit Waffen beliefern wollen.

Am 5. November 2015 - wenige Tage vor den blutigen Anschlägen von Paris am 13. November mit 130 Toten - hatten Schleierfahnder den Mann auf der Autobahn in der Nähe von Bad Feilnbach südlich von München aufgegriffen und ein beeindruckendes Waffenarsenal in seinem Auto gefunden: Die Ermittler stießen auf Handgranaten, Sprengstoff und zahlreiche Sturmgewehre wie Kalaschnikows, Pistolen und Munition. Der Sprengstoff war mit einem Zünder ausgestattet und eignete sich nach Einschätzung der Ermittler besonders für Selbstmordanschläge. Laut Navigationsgerät war der Mann auf dem Weg nach Paris gewesen. Seine Erklärung: Er habe den Eiffelturm besichtigen wollen.

Wann der Prozess gegen ihn nun startet, ist unklar. Alle bis zum 17. August anberaumten Verhandlungstermine wurden abgesagt. „Wann die Hauptverhandlung beginnt, steht derzeit noch nicht fest“, teilte das Gericht am Montag mit.

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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