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Einer der Angeklagten vor Gericht. 

Sie brachten ihn fast um

Prügel statt Prostituierte: Männer rauben Rentner brutal aus

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Zwei junge Männer haben sich als Prostituierte ausgegeben und einen 71-jährigen Rentner brutal ausgeraubt. Jetzt wird ihnen der Prozess gemacht. 

München - Er sehnte sich nach Liebe. Aber er bekam Prügel – und verlor sein Geld. Karl S. (71, Name geändert) hatte richtig Pech, als er sich Prostituierte bestellte. Über ein Portal im Internet buchte er am 4. April 2016 zwei Männer für ein Liebesspiel. Aber sowohl Iacob S. (19) als auch Daniel P. (23) hatten gar nicht vor, den Senioren zu beglücken. Sondern raubten ihn aus und brachten ihn fast um. Gestern wurde ihnen der Prozess gemacht!

Der Mann berichtet von Todesangst

Laut Anklage klingelten sie gegen 19 Uhr bei Karl S. in der Dom-Pedro-Straße. Gemeinsam gingen sie mit ihm ins Schlafzimmer. Aber nicht ins Bett, sondern direkt zu seinem Tresor. Dort schlug Daniel P. dem Senioren ins Genick und gegen den Kopf. Karl S. ging zu Boden, trotzdem versuchte er sich zu wehren. Doch die Räuber waren stärker. Laut Anklage drückte Daniel P. ihm die Luft ab, bis Karl S. dachte, er müsse sterben. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit berichtete er von Todesangst. Dass er beim Überfall nicht gestorben ist, war Glück. Denn Daniel P. trat ihm laut Anklage auch noch ins Gesicht, fesselte seine Hände und hielt ihm ein Messer an die Brust. Mit Uhren, Schmuck und Bargeld flüchteten die Räuber.

Vor Gericht jammerten sie um die Wette. „Ich habe mich erschrocken, als er Sex wollte“, sagte Iacob S. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Situation so eskaliert ist. Der Einsatz eines Messers war nicht geplant. Ich bedauere die Verletzungen.“ Wegen schweren Raubes droht beiden Angeklagten eine Haftstrafe. Das Urteil fällt am 5. Juli. 

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