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Teresa Z. bei der Verhandlung gegen den Polizeibeamten, der sie auf der Wache in der Au verprügelt haben soll (Archivbild).

Nach den Prügelvorwürfen

Schmerzensgeld: Teresa Z. und Polizei einigen sich

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München - Es ist ein Schlussstrich, den die Münchner Polizei und das Prügelopfer Teresa Z. ziehen: Über eineinhalb Jahre nach dem Vorfall auf der Wache in der Au haben sich beide Parteien außergerichtlich auf eine Schmerzensgeldzahlung geeinigt.

Das gab die Polizei am Dienstag bekannt. Über die Höhe der Summe wurde zunächst nichts bekannt. „Wir waren mit dem Angebot der Polizei einverstanden und haben deshalb dem Wunsch entsprochen, Stillschweigen über Einzelheiten zu vereinbaren“, sagte Franz Erlmeier, Anwalt des Opfers, auf Anfrage unserer Zeitung. Das sei nicht unüblich in solchen Fällen. „Teresa ist erleichtert, dass die Sache damit endgültig erledigt ist“, sagte Erlmeier.

Etwa 8000 Euro hat die Polizei nach langem Zögern wie berichtet bereits im Juli an Teresa Z. überwiesen – als Entschädigung dafür, dass ihr der Beamte Frank W. in einer Zelle der Polizeiwache in der Au Nase und Augenhöhle gebrochen hatte. Damals hieß es, die Summe könnte noch steigen, wenn Teresa Z. Atteste nachgereicht habe. Anwalt Erlmeier forderte eine Zahlung von insgesamt 17 500 Euro. Die nun vereinbarte Summe dürfen beide Seiten nicht nennen, da dann eine Vertragsstrafe fällig würde. Sie dürfte aber im fünfstelligen Bereich liegen.

Bis zuletzt beharrte Frank W. darauf, aus Notwehr zugeschlagen zu haben, weil Teresa Z. zuvor zum Kopfstoß angesetzt hatte. Eine Version, die ein Rechtsmediziner im August 2013 im Prozess vor dem Amtsgericht München für unplausibel erklärte. Frank W. wurde wegen Körperverletzung im Amt zu zehn Monaten auf Bewährung und 3000 Euro Geldstrafe verurteilt. Der Polizist ging in Berufung, das Landgericht bestätigte das Urteil jedoch im März. Polizeipräsident Hubertus Andrä entschied im Juli, dass der suspendierte Beamte in den Dienst zurückkehren dürfe. Allerdings beantragte das Polizeipräsidium beim Verwaltungsgericht eine Degradierung von Frank W., was mit Gehaltseinbußen verbunden ist. Die Entscheidung des Gerichts steht noch aus.

Angelo Rychel

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