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Die Liste der Vorwürfe gegen David B. ist lang - am Donnerstag begann der Prozess.

Skurriler Prozess

Er soll seine Freundin vergewaltigt und eingesperrt haben

München - Hat David B. seine Freundin vergewaltigt und tagelang eingesperrt? Das soll das Gericht nun herausfinden. Doch der Angeklagte zeigt sich alles andere als kooperativ.

David B. (50) protestiert. Gegen die Anklage der Staatsanwaltschaft. Gegen den Richter. Und gegen seine Freundin. Sie soll er eingesperrt und vergewaltigt haben, deshalb steht er vor Gericht. Aber die Verhandlung gegen den psychisch kranken Mann gestaltete sich nicht so einfach.

Denn er will nichts zur Sache aussagen, nur zu seiner Person. Christine K. hatte der Arbeitssuchende vor mehr als einem Jahr kennengelernt, danach wurden beide ein Paar. Im Januar begannen dann die Probleme: Laut Anklage hatte sie ihn aus ihrer Wohnung geworfen, weil er ihr mutwillig auf den Teppich gepinkelt hatte und erteilte ihm deshalb auch Hausverbot.

Offenbar auch Vergewaltigung

Nur drei Tage später soll David B. aber wieder vor ihrer Tür gestanden und Christine K. hinein gedrückt haben. Tagelang sperrte er sie laut Anklage dann zuhause ein und soll sie am 21. Januar auch vergewaltigt haben. Als er morgens danach randalierte, gelang es ihr zu fliehen.

Hausfriedensbruch. Freiheitsberaubung. Vergewaltigung. Die Liste der Vorwürfe gegen David B. ist lang - zumindest den letztgenannten bestreitet er - mehrfach und lautstark. Seine Version lautet: „Wir wollten uns versöhnen und haben festgestellt, dass wir uns noch lieben“, sagt er. Und Christine K. sagte: „Er hat mir nicht wehgetan.“

Ob beide verlobt sind, ist noch unklar. Dann müsste sie ihn nicht belasten - und David B. hätte vielleicht elf Monate zu Unrecht in der Psychiatrie gesessen. Das Urteil im Prozess steht noch aus.

thi

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