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„Ich sah mein Leben plötzlich nur noch schwarz“: Marina D. (50) legte am Landgericht ein Geständnis ab.

Sie legte ihrer Linda einen Gürtel um den Hals

Psychologin (50) wollte eigene Tochter (14) töten 

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München - Vor dem Landgericht muss sich seit Donnerstag eine 50-jährige Psychologin verantworten. Sie versuchte ihre eigene Tochter (14) mit einem Gürtel zu erdrosseln.

Tiefe Ringe haben sich unter den Augen von Marina D. (50, Name geändert) gebildet. Ihre Stimme klingt leise und gebrechlich. „Ich wollte nicht mehr, dass mein Kind so unter mir leidet“, sagte sie am Donnerstag vor dem Landgericht. „Deshalb habe ich ihr den Gürtel von hinten um den Hals gelegt und fest zugezogen.“

Es ist der 13. Dezember 2015, als die kleine Linda (14) fast von ihrer eigenen Mutter erdrosselt wird – zuhause, auf dem Sofa. Dort, wo die beide schon so viele schöne Stunden gemeinsam verbracht hatten. An jenem Tag aber hatte Marina D. versucht, ihr eigenes Kind zu töten. „Ich war depressiv und habe nichts mehr gespürt“, sagt die Mutter, die gestern ein Geständnis ablegt hat.

Sie ließ erst von ihrer Tochter ab, als Linda im minutenlangen Überlebenskampf stark röchelte und sie an den Haaren zog. „Sie schrie um Hilfe und rannte weg“, sagt Marina D. Eine Nachbarin rief schließlich die Polizei. Mittlerweile hat Marina D. das Sorgerecht verloren.

Sie ist Psychologin im Klinikum Großhadern – und selbst psychisch erkrankt. Auch das gibt es. „Wenn meine Tochter nicht mehr gelebt hätte, wäre ich in den See gegangen“, schildert sie ihre Todesfantasie. Im Prozess geht es nun darum, ob Marina D. eine Gefahr für die Allgemeinheit ist und in der Psychiatrie bleiben muss.

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