Radl-Flohmarkt im Zenith 
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Monika P. (48): „Ich verkaufe das „Riese und Müller“-Rad meiner Mutter für 600 Euro. Das ist ein Hersteller aus Hessen. Einer der ersten, der vollgefederte Räder gefertigt hat. Der Neupreis war 2500 Euro.“ Ihre 78 Jahre alte Mutter, die in Riemerling wohne, sei mit dem Rad gerne in die Waldwirtschaft zur Jazzmusik oder bis zur Kugler Alm im Harlachinger Forst geradelt, erzählt Monika Perzl. „Jetzt mag sie alleine nicht mehr so weite Strecken fahren und hat ein einfacheres Radl zum Einkaufen. Zwei Herrenräder von meinem Vater haben wir auch dabei, die wirleider verkaufen müssen. Für die Mama kaufen wir vielleicht später mal ein ganz bequemes Toprad.“
Radl-Flohmarkt Zenith 
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Jörg S. (43): „Das ist das BMX-Rad meiner Tochter, die jetzt 15 Jahre alt ist. So mit 11 Jahren wollte sie unbedingt ein BMX-Rad haben, dann ist sie zwei Jahre auch öfter damit gefahren, aber jetzt ist es überhaupt nicht mehr angesagt. Heute fährt sie Longboard, das sind diese ein Meter langen Skateboards, die gerade topaktuell sind, um schnell zu fahren. Außerdem habe ich auch das normale Fahrrad meiner Tochter dabei, die Gabel ist leider für mich viel zu klein. Die Preise habe ich niedrig bei 25 Euro für das BMXRad und bei 50 Euro für das Stadtrad angesetzt. Ich selbst möchte mich nach einem Single-Speed-Rad umschauen, ein 21-Gang-Rad habe ich schon.“
Radl-Flohmarkt im Zenith 
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Henning B. (77): „Die beiden Rennräder habe ich selbst aufgebaut. Alle Teile sind sehr hochwertig, viele von Campagnolo, das war damals das beste im Radrennsport. Mit dem etwas bequemeren Rennrad mit Schutzblech bin ich im Jahr 1989 von München nach Flensburg und an der innerdeutschen Grenze zurückgefahren“, erzählt Henning Bruchmann. Auch in den Alpen und in Italien sei er viel unterwegs gewesen. Seine Räder hat er neu lackiert, zwei Felgen sind ebenfalls mit dabei. Zum Verkaufspreis will er sich noch bei der Abgabe beraten lassen, sehr teuer soll es nicht werden. „Ich steige nun auf ein Birdy, ein hochwertiges Faltrad, oder ein gemütlicheres Rad um.“
Radl-Flohmarkt im Zenith  
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Christian H. (20): „Dieses Mountain Bike habe ich seit 5 bis 6 Jahren, da sind viele Teenagererinnerungen mit verbunden. Ich bin damit viel auf den Isartrails im Süden von München unterwegs gewesen und habe auch längere Touren gemacht: Einmal bin ich zum Beispiel von Passau bis nach Wien mit dem Rad gefahren.“ Trotzdem will Christian Haas das Bike jetzt für 70 Euro verkaufen. „Vor zwei oder drei Jahren hätte ich das nicht übers Herz gebracht. Aber in der Zwischenzeit habe ich ein besseres Mountainbike und fahre auch oft mit einem Rennrad. Die Zeiten dieses Radls sind nun irgendwie vorbei und warum soll es nur noch bei mir zu Hause rumstehen?“

Radl-Flohmarkt im Zenith

Darum trenne ich mich von meinem Fahrrad

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1300 Fahrräder standen beim großen Radlflohmarkt am Sonntag im Zenith zum Verkauf. Und der Ansturm war enorm. Tausende pilgerten schon vormittags nach Freimann – und kauften die Halle leer. Wir haben mit vier Verkäufern gesprochen.

 

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