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Rainer Schweppe stellt heute den Bildungsbericht vor.

Münchner Bildungsbericht

Ein Drittel macht Abitur, sechs Prozent haben gar keinen Abschluss

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München - Am heutigen Mittwoch wird der Münchner Bildungsbericht veröffentlicht. Er zeigt: Kinder mit Migrationshintergrund haben nach wie vor schlechtere Karrierechancen.

Das rasante Bevölkerungswachstum Münchens lässt die Stadt im Bildungsbereich fortwährend hinterherhecheln. Der Ausbau schulischer Angebote und der Kindertagesbetreuung wird darum auch in den kommenden Jahren die zentrale Aufgabe des Referates für Bildung und Sport sein. Dies geht aus dem vierten Münchner Bildungsbericht hervor, den Stadtschulrat Rainer Schweppe am heutigen Mittwoch im Stadtrat vorstellt.

Laut dem Papier bleiben ausländische Kinder an den Schulen nach wie vor zurück. Die ungleichen Bildungschancen zwischen Schulkindern mit und ohne Migrationshintergrund spiegeln sich in deren unterschiedlich hohen Anteilen an den weiterführenden Schularten wider: Insgesamt wiesen zuletzt 44,3 Prozent der Grundschüler einen Migrationshintergrund auf. Während der Anteil an den Mittelschulen auf 65,7 Prozent steigt, haben an den Gymnasien dagegen nur 18,7 Prozent der Schülerschaft einen Migrationshintergrund. Den jüngsten Zahlen zufolge hat unter allen Münchner Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre gut die Hälfte (56,6 Prozent) einen Migrationshintergrund.

Laut Bericht gibt es in München 335 allgemeinbildende Schulen, davon sind fast die Hälfte Grundschulen (154), dazu 57 Mittelschulen, 51 Gymnasien und 36 Realschulen. Ein gutes Drittel der rund 121.000 Schüler in München geht aktuell auf Grundschulen, knapp ein weiteres Drittel auf eines der Gymnasien.

Unter allen Schulabsolventen in München ist der Anteil der Abiturienten mit rund 32 Prozent auf einem konstant hohen Niveau. Allerdings ist die Zahl derer, die ihre Schullaufbahn ohne einen offiziellen Abschluss beenden, mit rund sechs Prozent bemerkenswert hoch. Innerhalb der Gruppe der Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind es sogar etwa zwölf Prozent.

Stark zugenommen hat in den vergangenen Jahren in München die Zahl der Kinder im Krippen- und Kindergartenalter: Die Gruppe der unter Dreijährigen ist laut dem Bericht zwischen den Jahren 2004 und 2014 um rund 25 Prozent auf 44.312 Kinder und die Zahl der Drei- bis Sechsjährigen um 17,7 Prozent auf 38.828 angewachsen. Unter letzteren nehmen neun von zehn ein Betreuungsangebot war.

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