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Ein typischer Morgen am KVR an der Ruppertstraße.

Jetzt ist es amtlich

Ranking zeigt: Münchens Behörden sind die schlimmsten von allen

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In München auf ein Amt zu gehen, ist häufig eine Tortur. Ein Zufriedensheits-Ranking bestätigt nun den Eindruck viele Einwohner: Die Münchner Behörden sind die schlimmsten in ganz Deutschland. 

München - Am besten, Sie nehmen sich frei, und zwar gleich den ganzen Tag… Schauen Sie sich mal das Foto oben an: Da zeigen wir Ihnen die Warteschlange vor dem Bürgerbüro an der Ruppertstraße gestern in der Früh. Man denkt sich angesichts der Menschenmassen und angesichts der grantigen Blicke: Worte sind eigentlich nicht mehr nötig. Weil allen, die hier in dieser dicken Traube drinstehen, klar ist: Das dauert länger.

Tatsächlich gibt es für dieses Gefühl, für den gesammelten Ärger, mittlerweile sogar einen Messwert – und den kann man deutschlandweit vergleichen. Das ernüchternde Ergebnis des Internet-Portals netzsieger.de: Die Münchner Behörden sind die schlimmsten der ganzen Republik (Die komplette Untersuchung von Netzsieger zum Bürgeramts-Ranking finden Sie hier)!

Maßstab dafür ist die Zufriedenheit der Bürger. Netzsieger.de hat einfach den Durchschnitt der Bewertungen errechnet, die die Internet-Nutzer bei Google vergeben. Fünf Sterne können’s maximal sein – und München kommt sowohl bei den Bürgerbüros als auch bei der Kfz-Zulassungsstelle jeweils nur auf 2,2. Zu den Gründen gehören unter anderem lange Wartezeiten und unfreundliche Mitarbeiter. München ist Schlusslicht unter den 20 größten deutschen Städten bei den Bürgerbüros (und Platz zwölf bei der Kfz-Behörde)! Zum Vergleich: Die Sieger Stuttgart und Dortmund kommen auf 4,3 beziehungsweise 3,4.

Datengrundlage waren in München 543 Rezensionen bei den Bürgerbüros und 297 bei der Kfz-Zulassungsstelle. Dabei ist klar: Das ist alles subjektiv – und die Gründe für eine Bewertung sind unterschiedlich. Der Münchner KVR-Sprecher Johannes Mayer verweist genau auf diesen Punkt. Er sagt: „Die Besucherverteilung unterliegt saisonalen und tageszeitlichen Schwankungen. Bei großem Kundenzuspruch können sich die Wartezeiten bei Spontanbesuchen entsprechend verlängern. Der Unmut darüber findet seinen Weg in negative Internet-Rezensionen. Gute Erfahrungen landen seltener dort. Repräsentative Rückschlüsse sind fragwürdig.“

Allerdings: Das gilt ja auch in anderen Städten so – und da sind die Bewertungen besser… Tatsache ist: Das Münchner KVR war in jüngster Vergangenheit von Personalknappheit und Computerpannen gebeutelt. An beiden Themen arbeiten die Behörden. Verbunden mit der Hoffnung, dass das zügig geht…

Chaos auf den Ämtern: Das sagen die Münchner

Warten nimmt kein Ende

Wir brauchen eine Aufenthaltsgenehmigung für ­Tsimis. Seit etwa zwei Stunden sind wir nun hier – das Warten nimmt kein Ende. Bei der Meldebehörde ist es das Gleiche. Immer, immer Warten. Vielleicht sollte man das Personal aufstocken oder die Mitarbeiter dazu animieren, schneller zu arbeiten.

Maria Karolidou (30, Hausfrau), Georgios Tsoraklidis (60, Rentner), Tsimis Lika (36, Koch), Griechenland & Albanien

Chaos pur

Seit drei Stunden werde ich von einer Ecke des Gebäudes zur anderen geschickt. Dazwischen muss ich warten. Und das nur, weil ich meinen Ausweis verloren habe. Es ist sehr chaotisch. Vor allem jetzt, wo so viele Ausländer nach Deutschland kommen. Es muss etwas geändert werden. Früher war es beim türkischen Konsulat immer chaotischer – heute nicht mehr.

Zeynep Reis (43), Köchin aus der Türkei

Läuft doch gut…

Ich habe bis jetzt noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Das letzte Mal ging es zügig voran. Schnell habe ich gefunden, wo ich hin muss. Die Leute sind sehr nett. Jetzt sitze ich hier seit fünf Minuten und glaube, dass es nicht so lange dauern wird. Leider ist das Ambiente zum Warten ein bisschen trostlos. Das könnte man schöner gestalten.

Frank Dontschew (36), Sendling

Nichts im Griff

Vier Wochen lang habe ich den Termin vor mir hergeschoben, weil ich keinen Bock darauf hatte. Eine Stunde warte ich jetzt schon. Zum Ende hin geht was, aber davor wartet man. Dass die Stadt das nicht in den Griff bekommt, ist mir ein Rätsel – im 21. Jahrhundert sollte es doch möglich sein, die Flut an Menschen zu bearbeiten. Es ist kein kurzfristiges Problem.

­Manfred Eder (52), ­Immobilienverwalter, ­München

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sc, hei

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