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Normalerweise hinterm Tresen anzutreffen: Christoph Rank, Barchef im Katopazzo, kann sich auch für die Calzone begeistern. Foto: MARCUS SCHLAF

Raupen-Schnaps für Künstlertypen

München - Oben Restaurant, unten Bar: Das Katopazzo hat sich Mexiko zum Vorbild genommen - nur nicht beim Essen

Der Anwohnerprotest half am Ende nichts: Sechs prächtige Kastanien und der Nachkriegsbau an der Ecke Fraunhofer- und Erhardtstraße mussten im Herbst 2013 für die künftigen „Glockenbachsuiten“ weichen. Mit dem Abriss des alten Gebäudes verlor auch die „Rubybar“ ihre Heimat. Nun, ein Jahr später, hat es die Betreiber vom Gärtnerplatzviertel in die Maxvorstadt gezogen. An der Amalienstraße, direkt hinter der Uni, findet man das „Katopazzo“. Der neueste Streich von Musiker und DJ Mathias Modica sowie den Gatronomen vom „Hey Luigi“ und „Nage & Sauge“ hebt sich jedoch von der Rubybar ab, ist „nicht so ein improvisierter Schuppen“, sagt Modica.

Stattdessen soll man im Katopazzo gemütlich essen gehen können. Kein Club, keine DJs. Wer mag, kann den Abend aber im Untergeschoss in der Totem Bar bei ein paar Drinks ausklingen lassen. Mezcal soll dort bevorzugt ausschenkt werden, jener mexikanische Schnaps, in dem Raupen auf dem Flaschenboden die letzte Ruhe finden. Ursprünglich ein Marketing-Gag - und seither Grundlage für die ein oder andere Mutprobe.

Von seinen Mexikoreisen hat Modica neben dem Mezcal auch die Idee von einem Lokal auf zwei Stockwerken mitgebracht: oben Restaurant, unten Bar. „So etwas gab es in München noch nicht“, sagt er. Um die Zweiteilung zu unterstreichen, haben die Betreiber auch die unterschiedlichen Namen für Restaurant und Bar gewählt. Die Totem Bar wird allerdings erst im Dezember eröffnen. Sie soll ihren Namen nicht umsonst tragen, verrät Modica: Als Deko werden Masken aus Haiti und verschiedene Voodoo-Elemente dienen.

Das Katopazzo steht bereits für Gäste offen. Sie werden von moosgrünen Wänden und Decken, Holzmobiliar sowie jeder Menge Pflanzen empfangen. In diesem Dschungel-Ambiente soll sich das junge Künstler-Publikum aus der Umgebung wohlfühlen, etwa Studenten der Kunstakademie und der Filmhochschule. „Normalo-Schuppen“ gebe es im Univiertel schon jede Menge, findet Modica, Katopazzo und Totem Bar seien da schon etwas „durchgeknallter.“ Vielleicht nicht durchgeknallt, aber zumindest nicht auf jeder Speisekarte in der Stadt zu finden sind die verschiedenen Calzone. Die zusammengeklappten Teigfladen, enge Verwandte der Pizza, gibt es für 5,90 Euro im Restaurant. Der Gesichtsausdruck, wenn der Tischnachbar die Raupe aus dem Mezcal verspeist - unbezahlbar.

Janina Ventker

Das Katopazzo

an der Amalienstraße 87 hat täglich ab 17 Uhr geöffnet. Telefon: 089/ 44 38 71 14.

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