Reden hilft!

München - Die Studenten dürfen hoffen: Schon im nächsten Jahr könnte das Semesterticket kommen. Das war höchste Zeit. Ein Kommentar von Matthias Kristlbauer.

Die Proteste der vergangenen Tage haben es gezeigt: Das Leben als Student ist härter geworden. Der Leistungsdruck an Hochschulen ist gewachsen, hinzu kommt die Belastung durch Studiengebühren – immerhin 500 Euro pro Semester.

Wer sich vor diesem Hintergrund einmal in die Lage eines Studenten versetzen mag, dessen Vater kein Bankenchef ist, dem wird die Erklärung, warum ausgerechnet in der Hochpreisstadt München kein billiges Semesterticket angeboten wird, wie Hohn erscheinen: Die Studenten fahren schon zu häufig und zu gerne mit dem MVV.

Ist das der Bildungszentrale des Freistaats würdig? Diese Frage sollten sich Stadt und Staatsregierung gleichermaßen stellen. Deren Vertreter, die offenbar nicht mehr wissen, wie es ist, mit 300 Euro pro Monat über die Runden zu kommen, hatten die Studenten zu ihrem Spielball gemacht. Klar, alle wollen das Beste für die Studierenden. Nur bezahlen muss das billige Ticket der andere.

Man kann es kaum glauben, dass nun ausgerechnet bei einer Pressekonferenz ein Durchbruch erzielt wurde – weil sich OB Ude und die Studenten einmal persönlich trafen. Eines zeigt das Fall aber: Es lassen sich durchaus Ergebnisse erzielen, wenn man nicht nur streitet, sondern auch einmal miteinander redet.

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