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Bürgermeister und frisch gewählte (v. li.): Josef Schmid, Ernst Wolowicz, Alexander Dietrich, Beatrix Zurek, Thomas Böhle, Christine Strobl und Dieter Reiter. Rosemarie Hingerl fehlt hier im Bild.

Die Koalition hält zusammen

Referentenwahlen im Rathaus ohne Störfeuer

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München - Nun also doch: Wenige Wochen nach dem ursprünglich angesetzten Termin hat der Stadtrat fünf Referenten gewählt. Beruhigende Nachricht für OB Dieter Reiter: Seine Koalition steht auch in unruhigen Zeiten. Bei den geheimen Wahlen zogen CSU- und SPD-Stadträte an einem Strang. Die Opposition verweigerte ihre Zustimmung.

Wie berichtet, waren vor vier Wochen alle anstehenden Referentenwahlen verschoben worden, nachdem die Kritik an Sozialreferentin Brigitte Meier (SPD) wegen verjährter Anträge im Jugendamt nicht nachgelassen hatte. Zwischenzeitlich zog Meier zurück. Die Wahl einer neuen Sozialreferats-Spitze soll Mitte Juni stattfinden. Das gab Reiter bekannt. Der Stadtrat beschloss, die Stelle auf Vorschlag der SPD bundesweit auszuschreiben.

Am Donnerstagmorgen war den Koalitionären zunächst viel Anspannung anzumerken gewesen. Nur Dieter Reiter, zuletzt oft eher genervt, gab sich ganz entspannt. Der OB war sich offenbar sicher, dass an diesem Tag nichts schiefgehen würde. Und die Wahlergebnisse gaben ihm Recht. 50 CSU- und SPD-Wahlberechtigte waren anwesend – und sie wählten quasi geschlossen die vorgeschlagenen Kandidaten. Im Vorfeld war insbesondere spekuliert worden, ob SPD-Leute bei CSU-Kandidat Alexander Dietrich ausscheren könnten. Mancher Sozialdemokrat hatte der CSU in der Debatte um Brigitte Meier Bösartigkeit unterstellt. Dietrich bekam 50 Stimmen. Er tritt am 1. Juli das Amt des Personalreferenten an. Sein Vorgänger Thomas Böhle (SPD) wurde mit 49 Stimmen zum Kreisverwaltungsreferenten gewählt. SPD-Stadträtin Beatrix Zurek wurde von 51 Stadträten bei der Wahl zur Bildungsreferentin unterstützt. Kämmerer Ernst Wolowicz (SPD) wurde ebenso mit 50 Stimmen im Amt bestätigt wie seine Parteifreundin Rosemarie Hingerl als Baureferentin.

Vor allem den beiden Neulingen war hinterher ihre Erleichterung anzusehen. Beatrix Zurek und Alexander Dietrich dürfen sich auf neue Aufgaben freuen. So wie Architektin Anja Burkhardt, die für die CSU in den Stadtrat nachrücken wird und SPD-Nachrücker Gerhard Mayer, der beim Kreisjugendring arbeitet.

Während CSU und FDP nach vorne blickten, verweigerte die Opposition gestern im Stadtrat geschlossen ihre Zustimmung. Während sich mancher bei der geheimen Wahl einen Scherz erlaubte, trauerten andere den rot-grünen Zeiten hinterher: „Christian Ude“ stand auf einem der Wahlzettel zum Baureferenten.

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