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Sozialreferentin Meier

Reiter fehlt eine Strategie: Kommentar

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München - Reiters Entscheidung, die Wahl zu verschieben, war richtig. Eine Strategie ist aber nicht erkennbar. Ein Kommentar.

Wenn eine Referentin kurz vor ihrer Wiederwahl in der Kritik steht, gibt es für den OB eigentlich drei Möglichkeiten: Er kann die Vorwürfe für trivial halten und seine Unterstützung durchsetzen. Oder sie ernst nehmen und die Kandidatin fallenlassen. Oder erklären, die Anschuldigungen müssten gründlich überprüft werden. Dann hält er die Kritik zumindest für schwerwiegend genug, dass sie eine Wiederwahl letztlich gefährden könnten.

Für welche Strategie sich Dieter Reiter im Fall Meier entschieden hat, ist nicht ersichtlich. Er verschob die Wahl, irgendwie auch alle anderen, hält nur halbherzig an Meier fest. Das spricht dafür, dass er sich sorgt, es könne mehr im Argen liegen als offiziell bestätigt. Wenn Reiter so denkt, sollte er aber nicht den Koalitionspartner verprellen und die Opposition verlachen – so als gehe es ihnen nur um parteipolitisches Geplänkel.

Der OB, dessen Entscheidung, die Wahl zu verschieben gut und nachvollziehbar ist, hat eine atmosphärisch gefährliche Gemengelage geschaffen. Noch ist es unwahrscheinlich, dass die Koalition bricht, zu unattraktiv sind die Alternativen. Aber was macht Reiter, wenn in vier Wochen offizielle Zahlen vorliegen, die die CSU erklären lassen, Meier nicht wählen zu wollen? Möglich, dass er seine Referentin fallen lässt. Aber auch das würde dann nicht nach seiner Strategie aussehen. Sondern nach einem OB, der sich nicht gegen die CSU durchsetzen kann.

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