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Mehrere Rekordzahlen legte der Münchner Flughafen vor.

42,3 Millionen Passagiere 2016

Rekordumsatz: Flughafen München wächst weiter

München - Mehr Passagiere, mehr Geld: Der Münchner Flughafen ist gefragter denn je - auch wenn diese Entwicklung irgendwann enden könnte.

Vor dem Spitzengespräch zum Bau der dritten Startbahn hat der Münchner Flughafen positive Zahlen vorgelegt. Die Zahl der Passagiere nahm im vergangenen Jahr um 3 Prozent auf 42,3 Millionen zu, die Luftfracht legte um 5 Prozent zu, Umsatz und Gewinn stiegen auf Rekordniveau. Für das laufende Jahr sagte Flughafenchef Michael Kerkloh am Mittwoch einen weiteren Zuwachs voraus. Aber der Engpass bei den noch verfügbaren Start- und Landezeiten werde das künftige Wachstum abschwächen.

257 Ziele in 73 Ländern per Direktflug aus München

Reisende können jetzt 257 Ziele in 73 Ländern ab München direkt erreichen. Als wichtiges Signal für den Standort bezeichnete Kerkloh die Entscheidung der Lufthansa, die ersten 15 ihrer 25 bestellten Großraumflugzeuge Airbus A350 in München zu stationieren. Wenn der Flughafen seine Kapazität mit eigenem Geld bedarfsgerecht erweitern dürfe, könne er seine Erfolgsgeschichte fortsetzen. Bei der Eröffnung vor 25 Jahren sei er als überdimensioniert und Ausdruck bayerischen Größenwahns kritisiert worden.

Im Frühjahr wollen Staatsregierung, Bund und Landeshauptstadt als Eigentümer entscheiden, ob sie die dritte Startbahn wollen. In diesem Fall würde es in München einen neuen Bürgerentscheid geben.

Der Aufsichtsratschef und bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) sagte am Mittwoch: „Wir brauchen die dritte Startbahn, um den wachsenden Flugverkehr in Bayern zu bewältigen. Der Flughafen München verzeichnet jetzt den siebten Passagierrekord in Folge.“ Der Freie-Wähler-Abgeordnete Benno Zierer widersprach: Das Plus bei den Flugbewegungen auf mehr als 1050 täglich sei mit Subventionen befeuert und „bildet keinen nachhaltigen Bedarf an neuen Reisemöglichkeiten ab“.

Passend zum Thema Wachstum: Die Fluggesellschaften Niki und Air Berlin rüsten im Erdinger Moos auf.

dpa/lby

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