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Reporter beschwert sich über Halteverbot - Polizei München kontert

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Halteverbote und Knöllchen rund um die Sicherheitskonferenz haben einen Reporter derart auf die Palme gebracht, dass er sich bei Twitter ausgerechnet bei der Polizei München beschwerte - die konterte prompt.

Sicherheitskonferenz in München - das bedeutet für alle Münchner ein Wochenende Ausnahmezustand. Bestimmte Bereiche rund um den Bayerischen Hof sind für die Öffentlichkeit überhaupt nicht zugänglich, einige Straßen werden gesperrt und Halteverbotsschilder verteilt.

Im Vorfeld der Sicherheitskonferenz informierte die Polizei München über die geplanten Sicherheitsmaßnahmen und forderte die Münchner auf, ihre Autos doch bitte außerhalb der Innenstadt stehen zu lassen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt hinein zu fahren, um den totalen Verkehrskollaps zu vermeiden. 

Ein Münchner fühlte sich von den Sicherheitsmaßnahmen offenbar gestört. Seinem Ärger machte der Mann, der laut seinem Profil für die Bild-Zeitung arbeitet, bei Twitter Luft, genauer gesagt bei der Polizei München auf Twitter. 

Anstatt den Mann darüber aufzuklären, wo genau in München am Wochenende das Parken verboten war und wo nicht, reagiert das Social-Media-Team der Münchner Polizei völlig anders und gewohnt schlagfertig. Der Beef-Träger überbrachte dem Beschwerdeführer virtuell eine Zeitung.

Das Social-Media-Team der Polizei begnügte sich nämlich nicht damit, auf den Tweet zu antworten, es entwarf eine eigene Zeitung, angelehnt an das Layout der Bild-Zeitung, mit dem Namen „Minga Buildl“. Mit dem reißerischen Aufmacherartikel „Knallharte Knöllchen Konferenz“ schickt die Polizei München eine erste Spitze in Richtung des motzenden Reporters los. Im typischen Bild-Jargon geht es so weiter, der Reporter wird ordentlich auf die Schippe genommen. 

Doch eine ernste Botschaft möchte die Polizei München dem Mann doch noch zukommen lassen: Die von ihm erwähnten 80 Prozent seien ein wenig übertrieben. Nicht in ganz München war Halteverbot. Und, ja: Für eine Missachtung des Halteverbots gibt es Strafzettel. Außerdem machen die Beamten noch einmal deutlich, was dieses Wochenende mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft für sie bedeutet: „Die Siko ist für uns in erster Linie eins: Viel Arbeit.“

Übrigens: Nicht alle Münchner reagierten so genervt auf die Polizei. Am Sonntag twitterte die Polizei München, dass Kollegen aus anderen Bundesländern sehr beeindruckt gewesen seien, wie freundlich die Münchner zu ihrer Polizei sind. Dieses Lob gab die Münchner Polizei direkt an ihre Bürger weiter.

Rubriklistenbild: © Polizei München

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