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Die Reptilienauffangstation ist von der Pleite bedroht. Doch was passiert dann mit den Tieren?

Von der Schließung bedroht

Reptilien-Station: Ministerium weist Vorwürfe zurück

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München - Die Reptilienauffangstation an der Kaulbachstraße steht vor dem Aus – und Tierschützer erheben schwere Vorwürfe gegen das Umweltministerium (wir berichteten). Das weist jetzt alle Vorwürfe zurück.

Das Ringen um die Reptilienauffangstation in München geht weiter: Der Präsident des Deutschen Tierschutzverbandes, Thomas Schröder, warf dem Ministerium am Montag vor, angeregt zu haben, die Reptilien nicht länger zu ernähren, wenn sie nicht vermittelbar seien. Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) unterstellte er, nicht bereit zu sein, in den Tierschutz zu investieren. Ein Sprecher des Ministeriums wies die Vorwürfe am Dienstag zurück.

Am 2. Dezember habe die Ministerin an einem Gespräch zur Reptilienauffangstation teilgenommen – am Rande des Plenums. Wörtlich heißt es: „Die behauptete Äußerung ist in diesem Gespräch durch die Ministerin nicht gefallen.“ Und weiter: „Im Gegenteil: In dem Gespräch wurde durch das Ministerium deutlich darauf hingewiesen, dass Tierschutz ein hohes und wertvolles Gut ist.“ Patrick Boncourt, Sprecher der Reptilienauffangstation, überrascht diese Aussage: „Wir haben keine Einladung zu einer Besprechung am 2. Dezember erhalten und wussten leider auch nichts von einer solchen.“ Bisher sei man allen Einladungen nachgekommen und „wir hätten uns auch sehr gefreut, wenn wir endlich einmal die Gelegenheit gehabt hätten, die Angelegenheit persönlich mit Frau Ministerin Scharf zu besprechen.“

Die Reptilienauffangstation beherbergt exotische Tiere, etwa Giftschlangen und Krokodile, die illegal gehalten oder beschlagnahmt wurden. Das Umweltministerium unterstützt den gemeinnützigen Verein mit 331 000 Euro jährlich. Da die Auffangstation Tiere aus ganz Deutschland vermittelt bekommt und völlig überfüllt ist, muss dringend ein Neubau her. Ein Grundstück hat der Verein bereits erworben. Spätestens im Frühjahr werden die Erschließungskosten fällig. Ohne zusätzliches Geld vom Freistaat kann der Verein den Betrag nicht aufbringen – ihm droht die Insolvenz.  

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