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Das Liebespaar Anna Regenberg und Toby Kronwitter

Pleite! Bitteres Aus für die "Grinsekatze"

München - Die "Grinsekatze" in der Ismaninger Straße muss schließen. Doch die Chancen stehen gut, dass sich die Türen bald wieder öffnen.

Sie feierten ihren Triumph im Glitzerregen: Als im Dezember 2008 das Liebespaar Anna Regenberg und Toby Kronwitter bei der Vox-Sendung Mein Restaurant vier Konkurrenten hinter sich gelassen und ihre eigene Gaststätte gewonnen hatten, regnete es in der Grinsekatze goldenen Flitter.

Ein knappes Jahr später ist es zappenduster im Lokal an der Ismaninger Straße: Das Restaurant ist pleite! Seit eineinhalb Wochen bleibt die Küche kalt, die Insolvenz-verwalterin ist längst eingeschaltet. Nur von dem ehemaligen Pächter-Pärchen fehlt jede Spur: Auf eine tz-Anfrage gab es keine Antwort.

Die Grinsekatze schließt.

Auch die beiden Ex-Mitarbeiter, die am Dienstag zum letzten Mal die Küche blitzblank putzten, wussten nicht genau, wo ihre ehemaligen Chefs steckten – geschweige denn, wer nach dem Absperren die Schlüssel abholt. Neben einer kurzen Info an der Eingangstür haben sich die Casting-Kandidaten im Internet von ihren Gästen verabschiedet. Auf ihrer Website schrieben sie nach Angaben des Magazins Kontakter: „Wegen mangelnder Erfahrung und durch schlechte bzw. keine Beratung sind wir nun nach einem Jahr leider gezwungen, die Grinsekatze zu schließen.“

Doch die Chancen stehen gut, dass sich die Türen bald wieder öffnen. Es bahnt sich eine sensationelle Rückkehr an: Kult-Wirt Dino Lamby will wohl bald wieder in seine ehemaligen Räume einziehen, verriet er der tz. Denn bevor Anna und Toby, beide Mitte 20, ihr Glück versuchten – sie waren vor der Vox-Sendung als Barkeeper selbstständig – führte Lamby acht Jahre lang das Lokal unter dem Namen Rechts der Isar.

Dann ließ er sich auf den Deal mit Vox ein: Lamby geht für drei Monate aus seinem Restaurant raus, dafür wird es renoviert, und wenn das junge Paar aus der Castingshow fliegt, kann er natürlich sofort wieder zurück. Ein guter Deal, denn „renovieren hätte ich eh müssen“, sagt Lamby, „und ich hatte nicht gedacht, dass die beiden gewinnen.“ Doch es kam anders. Daraufhin baute der 38-jährige Münchner mit seiner damaligen Freundin ein neues Lokal auf, den Stemmerhof. Nun leitet er mit zwei Geschäftspartnern seit zwei Monaten das neue Rechts der Isar in Unterföhring. „Als die Grinsekatze schließen musste, bekam ich schon kurz darauf die ersten SMS-Anfragen, ob ich wieder öffne“, meint Lamby.

Mit dem Hausbesitzer hat der Gastronom schon vor seinem Auszug aus Haidhausen ausgemacht, „dass ich Hauptmieter bleibe“. Am Mittwoch trifft sich Lamby mit der Insolvenzverwalterin. Fehlt wohl nur noch ein Name für das neue alte Restaurant.

EH

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