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Robert B. (38) droht lebenslange Haft wegen Mordes an seiner Schwester.

Plädoyer des Staatsanwalts

Nach Mord an Schwester: Robert B. soll lebenslang in Haft

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München - Robert B. droht nach dem Mord an seiner Schwester lebenslängliche Haft. Dafür plädiert der Staatsanwalt. Doch was war wirklich das Motiv für die Tat?

Er hatte seine Schwester im Streit getötet! Im Mordprozess gegen Robert B. (38) wurden nun die Plädoyers gehalten. Staatsanwalt Laurent Lafleur beantragte lebenslange Haft wegen Mordes. Der Anlass für den Streit am 2. Februar 2016 sei banal gewesen: Robert B. half seiner Schwester beim Umzug, sie beleidigte und demütigte ihn - wie schon seit der Kindheit. B. habe das nicht mehr ertragen können und deshalb heimtückisch gemordet: Über drei Minuten hinweg erdrosselte er seine Schwester, nachdem sich beide vorher geprügelt hatten. „Er handelte aus jahrzehntelanger Wut gegen die Erniedrigungen seiner Schwester.“ Und nicht, wie ursprünglich vermutet, aus Neid wegen ihres verschwenderischen Lebensstils.

Verteidigerin Birgit Schwerdt sah den Fall so: Robert B. sei „völlig außer sich“ gewesen, als er die Tat beging. „Er hat die Nerven verloren und ist vollends explodiert.“ Sie plädierte deshalb auf Totschlag und sieben Jahre Haft. Robert B. habe sich gefühlt „wie ein Boxsack, der immer getreten wurde“. Das habe er nicht mehr ausgehalten - und sich gewehrt. Für die Tat habe Robert B. die Verantwortung übernommen. Das Urteil fällt am 15. Mai.

thi

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