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So sahs im vergangenen Jahr auf der Doppelbühne im Olympiastadion aus.

Dieses Jahr schauen Metalfans in die Röhre

Rockavaria-Veranstalter: 2018 gibt‘s einen neuen Anlauf, wenn ...

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Die Rockavaria-Absage nach langer Hängepartie ist für Metalfans harte Kost. Doch die Veranstalter kündigen an: 2018 soll’s weitergehen!

Ein Bier und eine Bratwurst am Olympiasee, während die Sonne auf den Bauch scheint und auf der Seebühne drei Tage lang die Gitarren krachen – damit wird es in diesem Jahr nichts. Die Rockavaria-Absage nach langer Hängepartie schwingt bei vielen Metalfans noch immer nach, zumal es in München keine vergleichbare Alternative gibt. Doch die Veranstalter kündigen schon jetzt an, im nächsten Jahr einen neuen Anlauf wagen zu wollen.

„Rockavaria ist unser Baby“, sagt Andrea Blahetek-Hauzenberger, Geschäftsführerin des lokalen Veranstalters Global Concerts. „Wenn wir ein gutes Programm verpflichten können, dann geht es 2018 auf jeden Fall weiter.“ Ein gutes Programm – daran ist es in diesem Jahr gescheitert. Nach Monaten der Funkstille verkündete Blahetek-Hauzenberger Anfang Februar das endgültige Aus für ein Rockavaria 2017. Die letzten Eisen im Feuer seien erloschen, hieß es in der Mitteilung. Es sei nicht gelungen, ein Line-up zu verpflichten, das den eigenen Ansprüchen gerecht werde. Zu diesem Zeitpunkt hatte ohnehin kaum noch ein Fan mit einer großen Bandwelle gerechnet.

Auf das Grundkonzept des innerstädtischen Festivals lässt Blahetek-Hauzenberger trotz Absage nichts kommen. „Das Urban-Festival ist sehr attraktiv und erfolgreich.“ Die größte Herausforderung in der Organisation sei es gewesen, alle 60 Bands zufriedenzustellen und die Umbauten in der Nacht pünktlich hinzubekommen. Im vergangenen Jahr hatten die Veranstalter die Zahl der Auftritte reduziert und sich von der Bühne in der Olympiahalle verabschiedet. Stattdessen wurde die Seebühne vergrößert und im Stadion auf eine Doppelbühne umgestellt. „Die war mit teilweise weniger als fünf Minuten Übergangszeit eine Herausforderung.“ Zu größeren Verzögerungen sei es aber nur wegen des starken Gewitters am Sonntag gekommen. 

Auch an den Besucherzahlen sei das Festival nicht gescheitert. „Wir waren absolut zufrieden. Es gibt wenige Festivals, die im ersten und zweiten Jahr diese Zahlen aufweisen konnten.“ 2015 besuchten nach Angaben des Veranstalters rund 49 000 Menschen täglich das Festival im Olympiapark. 2016 sollen es noch etwa 38 500 gewesen sein. Zweifel am Besucherpotenzial hat Blahetek-Hauzenberger ohnehin nicht: „München ist und bleibt eine Rock-Stadt.“ Ein Ortswechsel stehe ebenfalls nicht zur Debatte: „Rockavaria wurde im Olympiapark etabliert, und da gehört es auch hin.“

Münchner Rockfans müssen sich mit Einzelkonzerten trösten

Doch die Zukunft von Rockavaria hängt eben nicht nur von der eigenen Bilanz ab. Das Open Air ist als Teil eines Festival-Viererpacks gestartet, das der Veranstalterriese Deag ins Leben gerufen hatte. Zum Rockavaria gesellten sich Rock im Revier, das Sonisphere in Luzern sowie das österreichische Rock in Vienna. Von diesen vier Festivals ist in diesem Jahr lediglich die Veranstaltung in Wien mit Headlinern wie den Toten Hosen und Kings of Leon übrig geblieben. Beim Rock im Revier, ursprünglich am Nürburgring geplant, dann kurzfristig nach Gelsenkirchen verlegt und im vergangenen Jahr in Dortmund ausgetragen, verkündete der Deag-Vorstandsvorsitzende Peter Schwenkow vor wenigen Tagen das endgültige Aus. „Rock im Revier werden wir nicht fortführen“, sagte er der „Musikwoche“. Und um das Festival in Luzern ist es trügerisch ruhig – wie vor der Rockavaria-Absage. Im vergangenen Jahr hatte Schwenkow noch beteuert, der Festivalstandort München stehe außer Frage – obwohl die beiden deutschen Festivals 2015 einen Millionenverlust eingefahren hatten. Diese „Investition“ wollte Schwenkow eigentlich 2017 wieder „zurückholen“.

Blahetek-Hauzenberger betont, dass weiter eng mit den verbleibenden Schwester-Festivals zusammengearbeitet werde. Sie nennt zusätzlich das Rock the Ring in der Schweiz sowie das britische Knebworth-Festival, das in diesem Jahr allerdings ebenfalls nicht stattfindet. Zusätzlich ist Mutterfirma Deag am neuen Matapaloz-Festival am Hockenheimring beteiligt, bei dem die Böhsen Onkelz an zwei Tagen den Headliner geben.

Münchner Rockfans müssen sich in diesem Sommer jedoch mit Einzelkonzerten von Aerosmith, Kiss und Guns N’ Roses trösten. Oder sich auf den Weg zu den etablierten bayerischen Festivals wie dem Summer Breeze in Dinkelsbühl oder Rock im Park in Nürnberg machen. Bier, Bratwurst und Gitarrenlärm gibt’s dann eben am Dutzendteich statt am Olympiasee.

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