Rotkreuzplatz: Flachbauten stehen kurz vor dem Abriss

München - Es tut sich was am Rotkreuzplatz. Die alten Flachbauten dort werden bald abgerissen. Für den Neubau des umstrittenen Geschäfts- und Bürohauses fehlter aber noch die Genehmigung.

Die Zeit der Zwischenmiete ist vorbei: Die fünf Geschäfte in den Flachbauten an der Ecke zur Nymphenburger Straße – gleich gegenüber der berühmten Eisdiele „Sacletti“ – ziehen in diesen Tagen aus. „Alles läuft nach Plan“, betont Martin Bucher vom Münchner Investor Bucher Properties. Und Ralf Bettges vom Miteigentümer Development Partners aus Düsseldorf lässt wissen: „Vielleicht noch in diesem Monat, jedenfalls aber im nächsten, werden wir mit dem Abriss beginnen.“ Der Neubau solle „unmittelbar im Anschluss daran“ beginnen.

Eine Genehmigung seitens der Stadt gibt es dafür allerdings noch nicht, betont Bucher. Deshalb zeigt er sich auch vorsichtiger als Bettges: „Wir sind zuversichtlich, dass wir bald bauen können.“

Geplant ist auf der ehemaligen Kriegslücke mit einer Grundfläche von 700 Quadratmetern ein sechsstöckiger Bau mit beiger Kunststeinfassade und zwei Tiefgeschossen. Im Unter-, im Erd-, sowie im ersten Obergeschoss soll Einzelhandel Platz finden. Die Stockwerke darüber werden Büro-Fläche. Weil die ursprüngliche Version im vergangenen Jahr vom Bezirksausschuss wie von der Stadtgestaltungskommission als „Kommerzkasten“ abgekanzelt worden war, hatte man sich zu einem Architektenwettbewerb entschlossen. Sieger wurde der Entwurf des Architektenteams „Frick Krüger Nusser, Plan 2 GmbH“ wegen der „eleganteren architektonischen Sprache“ und der „klaren Lösung“ (wir berichteten). Wenn es nach Bucher geht, wird diese „klare Lösung“ Ende 2010 fertig sein. „Wir sind auf einem guten Weg.“

Ein Anruf im Planungsreferat bestätigt die Meinung des Investors: „Es fehlen noch ein paar Unterlagen zur Erteilung der grundsätzlichen Baugenehmigung“, sagt Sprecher Michael Hardi. „Aber ich gehe nicht davon aus, dass es da ein ganz dramatisches Problem gibt.“ Die Bauherren dürften in Kürze mit der Erteilung einer Teilbaugenehmigung rechnen, „so dass sie schon mal ihre Grube ausbuddeln dürfen“. Die provisorischen Nachkriegs-Flachbauten, die jetzt beseitigt werden sollen, sind laut Hardi „so winzig, dass der der Abriss uns vom Eigentümer noch nicht einmal angezeigt werden musste“.

Johannes Löhr

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