Darum will Mutter ihren Kindern danken

Radio-Hörer sind unendlich gerührt von Schicksalsschlägen dieser Münchnerin

Eine Geschichte, die zahlreiche Menschen bewegt: Der Radio-Sender Arabella überrascht eine Frau mit einer Weihnachtsaktion

München -  Durch Zufall wurde am Freitagmorgen die rührende Geschichte einer Mutter aufgedeckt, die einem augenblicklich das Herz erwärmt. Christian Wetterhuber vom Radiosender Arabella rief die Frau an, nachdem sie sich für eine Weihnachtsaktion des Senders beworben hatte - und ahnte dabei nicht, welche Emotionen er damit in ihr wecken würde.

Der Radiosender Arabella startete in diesem Jahr eine Weihnachtsaktion, bei der täglich 500 Euro Weihnachtsgeld an Menschen in München und Umgebung verschenkt werden. Die einzige Voraussetzung: Man muss sich auf der Internetseite radioarabella.de für die Geschenk-Aktion bewerben. Diese Gelegenheit nutzte auch eine Mutter von drei Kindern - und erzählte dem Radiosender eine bewegende Geschichte über schwere Schicksalsschläge in ihrem Leben:

Es ist Freitagmorgen, 7:10 Uhr. Wetterhuber von Arabella ruft bei Friederika an, um sie mit 500 Euro Weihnachtsgeld zu überraschen. Noch ahnt niemand, was es mit ihrem Wunsch nach dem Weihnachtsgeld letztendlich auf sich hat. Die Mutter von drei Kindern wirkt bei dem Anruf überrascht und kann zuerst gar nicht glauben, dass sie wirklich von Radio Arabella angerufen wird: „Echt jetzt?“, fragt sie zunächst und scheint ihr Glück kaum fassen zu können.

Die Mutter will sich von ganzem Herzen bei ihren drei Kindern bedanken 

Wetterhuber klärt die überraschte Friederika auf: „Sie haben sich ja bei uns für das Weihnachtsgeld auf radioarabella.de beworben, ge?“. Die Mutter hatte sich bei der Aktion angemeldet, weil sie mit dem Geld schöne Geschenke für ihre Kinder kaufen möchte. Diese stellt sie auf Nachfrage des Moderators vor: Ihre älteste Tochter Stefanie mit 23 Jahren, ihr Sohn Maximilian mit 21 Jahren und ihr jüngster Sohn Simon, der 19 Jahre alt ist. Die einfache Frage, die darauf folgt, gibt dem Gespräch aber eine völlig neue und emotionale Richtung. Viele haben vermutlich eine gewöhnliche Antwort wie „Weil sie dieses Jahr so brav waren“ erwartet. Doch es kommt ganz anders: Friederike bekam Ende des Jahres 2016 Brustkrebs. Mit den besonderen Weihnachtsgeschenken möchte sie sich bei ihren Kindern dafür bedanken, dass sie diese düstere Zeit mit ihr gemeinsam durchgestanden haben. „Sie haben mir Kraft gegeben. Sie haben geholfen, wo es nur ging“, erklärt die Mutter liebevoll, während ihre Stimme langsam bricht.

Ihre Erkrankung war nicht das Einzige, mit dem sie in dieser Zeit zu kämpfen hatte. „Als die Therapie zu Ende war und ich auf die Kur bin, habe ich am dritten Tag einen Anruf vom Krankenhaus gekriegt, dass mein Mann plötzlich verstorben ist.“ Gerade als Friederika sich von ihrem Krebs erholen wollte, starb ihr Mann. Ein Ereignis, das alles für die Familie veränderte. Auch in dieser Zeit unterstützten die drei Kinder ihre Mutter, gaben ihr Kraft und hielten als Familie eng zusammen. Friederika bricht in Tränen aus: „Sie haben es einfach verdient, dass sie von mir was Schönes zu Weihnachten bekommen.“ 

Ihre Geschichte bewegt zahlreiche Menschen im Internet

Wetterhuber spricht im nächsten Moment aus, was vermutlich alle Zuhörer nach diesen Worten dachten: „Ich habe ganz großen Respekt vor Ihnen, Frederike“. Er wünscht der Frau Mut, Hoffnung und Kraft für die Zukunft. Am Ende bekommt die Mutter nicht nur ihr 500 Euro Weihnachtsgeld geschenkt: „Eins verspreche ich Ihnen noch. Ich schicke Ihnen noch den größten und buntesten Blumenstrauß, den ich in München finden kann.“ Frederike ist sprachlos. 

Ihr Schicksal bewegt zahlreiche Menschen. Als der Sender das Gespräch auf Facebook postet, will ein User namens Thomas den geschenkten Beitrag sogar noch erhöhen:

Eine Geschichte wie diese macht betroffen, gibt aber Hoffnung: Trotz der schweren Schicksalsschlägen, mit denen Frederike in diesem Jahr zu kämpfen hatte, scheint sie ein hoffnungsvoller Mensch zu sein. „Ich geb mein Bestes“, sagt sie unter Tränen. 

Das vollständige Gespräch mit Frederike:

nz

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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