Rund 800 Menschen protestierten am Münchner Odeonsplatz gegen die israelische Militäraktion im Gazastreifen.
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Rund 800 Menschen protestierten am Münchner Odeonsplatz gegen die israelische Militäraktion im Gazastreifen.

Tausende Münchner demonstrieren wegen Militäraktion in Gaza

München - Tausende Menschen sind am Wochenende in Bayern wegen der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen auf die Straße gegangen. Bei zwei Veranstaltungen in München und Nürnberg protestierten am Samstag mehrere Tausend Menschen gegen die Militäraktion Israels.

Terror-Vorwürfe gab’s am Sonntag gegen die Hamas.

Dagegen verteidigten rund tausend Frauen und Männer am Sonntag bei einer Solidaritätskundgebung auf dem Münchner Marienplatz die Kampfhandlungen. “Wir wollen und können nicht länger schweigend zuschauen, wie die Terroristen der Hamas Raketen auf israelische Kinder, Frauen und Alte feuern“, sagte Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland.

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Etwa 2500 Menschen versammelten sich am Samstag auf dem Odeonsplatz in München. Mit Trillerpfeifen und palästinensischen Fahnen demonstrierten sie für ein sofortiges Ende der Militäraktion. “Freiheit für Palästina“, “Gewalt ist das Problem, nicht die Lösung“ und “Wo sind die Menschenrechte in Gaza?“ war auf den Plakaten der Demonstranten zu lesen, mit denen sie nach der Auftaktkundgebung weiter zum Marienplatz zogen. Nach Polizeiangaben lief die Veranstaltung, zu der die Palästinensische Gemeinde in München aufgerufen hatte, friedlich ab.

Unter dem Motto “Stoppt das Massaker in Gaza“ demonstrierten rund 3500 Menschen in Nürnberg. Sie zogen vom Jakobsplatz zum Lorenzplatz. Zeitweise kam es deswegen zu Verkehrsbehinderungen. Nach Polizeiangaben verlief auch diese Veranstaltung friedlich.

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Mit Israel und seiner Politik solidarisierten sich dagegen die tausend Demonstranten der Kundgebung am Sonntag in München, zu der die Initiative “I Like Israel“ (ILI) aufgerufen hatte. Die Teilnehmer der Kundgebung schwenkten Israel-Fahnen und Transparente mit Aufschriften, wie “Israel muss leben“, “Terror führt nicht zum Frieden“ oder “Rettet Gaza vor der Hamas Diktatur“. Unter dem Jubel ihrer Anhänger sagte Knobloch: “Statt im Gaza-Streifen funktionierende politische und wirtschaftliche Strukturen aufzubauen, hat die palästinensische Führung eine Infrastruktur des Terrors aufgebaut.“ Israel wolle seine Bürger schützen und Grenzen verteidigen. Das Land wolle Frieden und ein friedliches Nebeneinander, dazu müsse aber die Hamas das Existenzrecht des jüdischen Staates anerkennen. “Israel ist nicht nur im Recht, sondern auch ohne jegliche Handlungsalternative“, sagte der Veranstalter der Kundgebung und ILI- Gründer, Leo Sucharewicz. Die Demonstration verlief nach Angaben der Polizei München friedlich.

dpa

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