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Ein tz.de-User machte dieses Foto und stellte es unserer Redaktion zur Verfügung.

Stammstrecke war nur eingleisig befahrbar

Das war der Grund für das nächtliche S-Bahn-Chaos

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München - Ein Kurzschluss sorgte Mittwochnacht für Chaos auf der Stammstrecke der Münchner-S-Bahn. Von 23 Uhr bis Betriebsschluss war ein Gleis komplett gesperrt.

Ein Knall, sprühende Funken - und dann ging nicht mehr viel auf der Stammstrecke der Münchner S-Bahn. Als eine Bahn vom Hauptbahnhof in Richtung Hackerbrücke fuhr, kam es am Mittwoch um 22.50 Uhr kurz vor der Hackerbrücke zu einem Kurzschluss an der Oberleitung. Tz.de-User Alexander Weber war Zeuge des Vorfalls und fotografierte den betroffenen Waggon an der Hackerbrücke, er schreibt von "Funkenregen und einem lauten Knall". Die Ursache des Kurzschlusses ist laut Bahnsprecher Bernd Hohnerkamp unklar, möglich sei eine Störung am Stromabnehmer.

Was der Grund auch gewesen sein mag, er sorgte für Chaos. Das betroffene Gleis war bis zum Betriebsende der S-Bahnen um 3.10 Uhr nicht mehr befahrbar, der gesamte Verkehr musste über die zweite Spur der Stammstrecke abgewickelt werden. Bis auf die S4 bediente keine S-Bahn-Linie mehr die Haltestellen zwischen Laim bzw. Pasing und Ostbahnhof. Wer dorthin wollte, musste auf andere Verkehrsmittel oder die S4 umsteigen. Alle anderen Züge fuhren ohne Halt über den S-Bahn-Südring bzw. oberirdisch. 

Die Störung dauerte bis zum Betriebsende um 3.10 Uhr. Erst am Donnerstagmorgen lief der Bahnverkehr wieder normal - bis auf die S1. Dort ist die Strecke zwischen Feldmoching und Moosach wegen eines Notarzteinsatzes gesperrt. 

Vermutlich unter den Auswirkungen des nächtlichen S-Bahn-Chaos litt auch Wenzel Brucker, der Mittwochnacht nach Fürstenfeldbruck wollte, und sich verärgert an unsere Online-Redaktion wandte: Die S4 am Hauptbahnhof um 23.41 Uhr sei ausgefallen, weshalb er mit dem Regionalzug nach Pasing fuhr. Dort seien zwar mehrere S-Bahnen gestanden, jedoch ohne Zielanzeige. Auch die Anzeigen am Bahnhof hätten nicht funktioniert, Durchsagen habe es ebenfalls nicht gegeben. "Da ich ziemlich ratlos war, musste ich (wie andere Gestrandete auch) gezwungenermaßen mit einem Taxi weiterfahren, ein ,Spass', der nach Fürstenfeldbruck dann 36 Euro kostet", so Brucker. 

Bahnsprecher Hohnerkamp kann sich diese Schilderung auf Nachfrage unserer Online-Redaktion nicht so recht erklären: "Die S4 ist eigentlich normal auf den Außenästen gefahren", sagte er. Es könne jedoch sein, dass nach der Störung auf der Stammstrecke auch dort kurzfristig Verzögerungen gab. Doch Anzeigen und Ansagen in Pasing hätte es eigentlich geben müssen. "Wir haben in Pasing extra einen Ansager und dessen Platz war meines Wissens nach besetzt."

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