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Der oberirdische Teil an der Hackerbrücke wird eingezäunt

Zwischen Pasing und Hackerbrücke

Um weiteres Chaos zu vermeiden: Stammstrecke wird eingezäunt

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Immer wieder kam es in den vergangenen Wochen zu Stammstrecken-Chaos in München. Das soll sich nun ändern. Denn: Die gesamte oberirdische Stammstrecke zwischen Pasing und Hackerbrücke wird eingezäunt.

München – Mit Zäunen und neuen Zügen will die Münchner S-Bahn verhindern, dass sich Großstörungen wie die in der vergangenen Woche wiederholen. Die gesamte oberirdische Stammstrecke zwischen Pasing und Hackerbrücke werde eingezäunt, kündigte S-Bahn-Chef Heiko Büttner im Interview mit dem Münchner Merkur an. Damit sollen die mittlerweile täglichen Störfälle wegen „Personen im Gleis“ endlich deutlich reduziert werden. „Wenn alle mitwirken, könnten im Laufe des Jahres die Zäune stehen“, sagte Büttner. Abschnittsweise, etwa am Hirschgarten, gibt es die Zäune bereits.

S-Bahn München: Weitere Neuerungen

Außerdem kündigte Büttner an, die S-Bahn werde weitere Fahrzeuge bekommen. Die S-Bahn hat derzeit 238 Züge der bekannte Baureihe ET 423 sowie 15 der ursprünglichen Baureihe ET 420, bekannt auch als Olympia-S-Bahn nach dem Erstjahr ihres Einsatzes. Nun sollen aus dem gesamten Bundesgebiet weitere 21 Züge der älteren Baureihe ET 420 nach München geholt werden, kündigte Büttner an. 

Weitere Neuerung: Alle älteren S-Bahnen würden technisch so nachgerüstet, dass sie im Gegensatz zu heute auch durch den Tunnel fahren dürften. Damit erhöht die S-Bahn ihren auf allen Linien einsetzbaren Fahrzeugbestand deutlich – von 238 auf 274. Zunächst soll es aber nicht mehr Fahrten oder dichtere Taktfolgen geben. Die Fahrzeugen würden benötigt, um zeitweilige Ausfälle zu ersetzen, erklärte Büttner. Bei den Zügen der neuen Baureihe stehe routinemäßig eine technische Revision an. Büttner versprach außerdem Verbesserungen bei der Fahrgast-Informationen während eines Störfalls.

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßte die Ankündigungen. Die Zäune könnten die Anzahl der Störfälle reduzieren, sagte Sprecher Andreas Barth. Allerdings müssten ausreichend Fluchtwege eingeplant werden. Pro Bahn erneuerte die Forderung, bei großen Störfällen solle die Bahn Geld an S-Bahn-Kunden zurückzahlen oder zumindest den Abokunden einen Nachlass gewähren.

Das ganze Interview finden Sie am Dienstag auf merkur.de und im Münchner Merkur.

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