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Münchens S-Bahn-Chef Bernhard Weisser will mit zusätzliche Zügen das Angebot der S-Bahn ausbauen. Die Fahrgast-Information soll bei Störfällen besser werden.

Mehr Züge und bessere Fahrgast-Information

S-Bahn-Chef verspricht: Jetzt wird alles besser

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München - Münchens S-Bahnchef Bernhard Weisser freut sich, dass der Freistaat an der DB als Betreiber der S-Bahn festhält. Für ihn ist das eine Verpflichtung: Es soll bald schon Verbesserungen geben.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erklärte am Mittwoch, dass der laufende der Vertrag mit der DB bis 2019 weiter läuft. Erst ab Dezember 2019 soll das gesamte Netz für weitere zwölf Jahre ausgeschrieben werden. „Wir rechnen uns dabei gute Chancen aus“, so Weisser. Erst ab 2032 soll die S-Bahn in mehreren Losen ausgeschrieben werden. Bis dahin soll der 2. Stammstreckentunnel fertiggestellt sein und das S-Bahnnetz neu organisiert werden.

Was bis dahin passiert? Weisser: „Trotz der Engpässe in der Infrastruktur und steigender Fahrgastzahlen wollen wir unseren Fahrgästen ein stabile und zuverlässige Leistung anbieten.“ Als erstes sollen die S-Bahnen für 50 Millionen Euro mit GPS-Sendern ausgestattet werden. Das soll dafür sorgen, dass die Störungsmeldungen schneller und zuverlässiger beim Fahrgast sind: auf den Anzeigen am Bahnsteig und am Handy.

Bestehende Zugflotte wird modernisiert

Außerdem soll die bestehende Zugflotte für einen dreistelligen Millionenbetrag modernisiert werden. So sind Halteschlaufen geplant, auch die Fahrgastinfo in den Zügen soll verbessert werden – durch Bildschirme, wie man sie aus der U-Bahn kennt. Auch die Zahl der Fahrzeuge soll erhöht werden. Da der derzeitige Zugtyp ET 423 nicht mehr hergestellt wird, sollen 20 ausrangierte Züge des Typs ET 420, nach München kommen. Das ist der Typ, der schon zur Olympiade 1972 in München fuhr. Weisser betont: „Diese Züge wurden noch in den 90er-Jahren hergestellt und werden im Inneren neu ausgestattet. 15 dieser alten Bahnen sind schon in Außenbereichen im Einsatz, etwa zwischen Dachau und Altomünster. Sie müssen noch technisch aufgerüstet werden, um auf der Stammstrecke fahren zu können.

Nach 2020 ist ein kompletter Flottenwechsel geplant. Für 2,5 Milliarden Euro sollen neue Züge gekauft werden. Ab 2020 soll es auch eine neue Super-S-Bahn geben, die als ÜFEX bis nach Landshut oder Augsburg fährt. Für diese langen Strecken müsste die S-Bahnen Toiletten haben, wie sie bei der Nürnberger S-Bahn üblich sind. Für München soll aber ein neuer Zugtyp entwickelt werden, der der dem Frankfurter S-Bahntyp aussehen könnte – einem ET 430. Weiser: „Wir sind in Kontakt mit der Fahrzeugindustrie, um für München ein neues Fahrzeug zu entwickeln.“ Dazu sollen auch die Fahrgäste befragt werden.

J. Welte

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