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Knotenpunkt und Nadelöhr: die Donnersbergerbrücke, rechts oben der S-Bahnhof, der umgebaut wird.

S-Bahn-Bauarbeiten

An diesen Terminen ist die Stammstrecke dicht

München - Die Bauarbeiten auf der S-Bahn-Stammstrecke gehen in die Schlussphase. Noch einmal, von März bis Juni, müssen die Pendler dafür Einschränkungen in Kauf nehmen: An 67 Nächten und zwölf Wochenenden gibt es Sperrungen.

Jeder, der an der Donnersbergerbrücke mit der S-Bahn fährt, sieht es: Baumaterial ist aufgestapelt, ordentlich winterdicht verpackt in Planen. Bagger stehen herum, die Bahnsteige sind zum Teil abgesperrt. Bauarbeiter sind keine zu sehen – es herrscht Winterpause an einem Nadelöhr. Aber noch längst ist der Bau von Aufzügen an der Donnersbergerbrücke nicht fertig.

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Am Dienstag stellte S-Bahn-Chef Bernhard Weisser den Zeitplan für der Fortgang der Bauarbeiten vor.

- Ab 10. März bis 29. Juni wird die Stammstrecke zwischen Pasing und Ostbahnhof werktags wieder zwischen etwa 22.15 und 4.45 Uhr gesperrt. Es gibt wie schon im Vorjahr aber Pendel-S-Bahnen.

- An zwölf von 14 Wochenenden ist die Stammstrecke ganztägig ab Freitag 22.15 bis Montag 4.45 Uhr unterbrochen – es gibt wiederum Pendel-S-Bahnen. Wer ab Pasing stadteinwärts will, kann beispielsweise auch die Tram (Linie 19) nutzen.

- Es gibt Ausnahmen: Am Osterwochenende (18. bis 21. April) gibt es die Sperrungen nur in der Nacht. Gänzlich baustellenfrei ist das Wochenende 28. bis 30. März.

Ganz ohne S-Bahnen müssen über sechs Monate lang die Anlieger der so genannten Linie A zwischen Altomünster und Dachau auskommen. Der Grund:

- Vom 28. April bis 16. November wird der Seitenabzweig der S 2 elektrifiziert. Danach können dort reguläre S-Bahnen (statt der bisherigen Diesel-Triebwagen) fahren. Der Schienenersatzverkehr während der Bauarbeiten „ist eine Herausforderung“, sagte Weisser. Die Bahn setzt Expressbusse ein, die nur in Altomünster, Kleinberghofen, Erdweg, Schwabhausen und Dachau halten. Die anderen Bahnhöfen werden mit Bussen angefahren, die jeden Halt abklappern. Zwischen München und Altomünster gibt es künftig einen 60-Minuten-Takt, in der Hauptverkehrszeit fahren sogar alle 30 Minuten Züge. Auf das lästige Kuppeln und flügeln am Bahnhof Dachau – in den ursprünglichen Betriebskonzept enthalten – wird bis auf Ausnahmefällen verzichtet, die Züge fahren also durch.

Der S-Bahn-Chef zog eine positive Bilanz des Jahres 2013. Trotz gravierenden einzelner Störfälle und der Großbaustelle konnte die Pünktlichkeit leicht auf 93,9 Prozent gesteigert werden. Allerdings zählen ersatzlos ausgefallene Züge in der Statistik nicht mit. Hätte es nicht die katastrophalen Monate Oktober und November gegeben, wäre die Bilanz noch besser.

Zwei Hauptgründe für Störungen sind echte Notarzteinsätze (keine Suizide), deren Zahl mit 221 Fällen leicht zurückging. Dafür allerdings schnellte die Störfallmeldung „Personen im Gleis“ in die Höhe – hier gab es 291 Fälle, ein Plus von elf Prozent. „Das ist ein Thema, das uns sehr bewegt“, sagte Weisser. Die Gründe, warum Personen aufs Gleis spazierten, reichten „von Verwirrtheit bis Leichtsinn“.Er will mit der Bahnpolizei beraten, was zu tun ist. Von Absperrgittern entlang der Bahnstrecken hält Weisser aber nichts.

Zur guten Bilanz gehört auch, dass die Zahl der Fahrgäste zunimmt. Es sind geschätzt 820 000 bis 840 000 Fahrgäste täglich, die S-Bahn fahren. Nur ein kleiner Teil nutzt bisher das viel gepriesene Handy-Ticket: Es gab nur 3000 Verkäufe in den ersten 14 Tagen). Die MVG war im gleichen Zeitraum sehr viel besser: 20 000 Verkäufe.

Dirk Walter

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