Nach einem Tag voller Sperrungen

S-Bahn-Chaos: Fahrgastverband fordert Soforthilfe

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München - Der Mittwoch war kein guter Tag für S-Bahn-Pendler. Die "Aktion Münchner Fahrgäste" kritisiert: Es fehlt ein gut vernetztes Linienverkehrssystem.

Zweimal war die S-Bahnstammstrecke am Mittwoch gesperrt: Morgens im Berufsverkehr wegen einer Stellwerksstörung, frühnachmittags wegen eines Personenunfalls zwischen Hauptbahnhof und Stachus. Kurz nachdem die S-Bahnen wieder fuhren, meldete sich die "Aktion Münchner Fahrgäste" mit einer Pressemitteilung zu Wort. Deren Thema: Störungen wie diesen Mittwoch sind unvermeidlich - doch wie man auf sie reagiert, ist verbesserungswürdig. Ein gut vernetztes System des Linienverkehrs sei notwendig.

"Die S-Bahn München braucht ein Soforthilfeprogramm, das bei Störungen wirksam greift", fordert Andreas Nagel. "Wir werden mit allen Verantwortlichen sprechen, was zu tun ist, um die Auswirkung von solchen Störungen zu vermindern." Hauptthema sei dabei die Fahrgastinformation. Die war auch an diesem Mittwoch eher spärlich.

Die S-Bahn München und DB Regio Bayern informieren über aktuelle Einschränkungen per Streckenagent. Alternativ können sich die Fahrgäste unter der Service-Nummer 089 20 355 000 informieren.  

"Notwendiges Soforthilfesystem"

Zwar würden die Notfallprogramme ständig verbessert und es sei schon einiges erreicht worden, sagt Nagel vom Fahrgastverband. Zu einem notwendigen Soforthilfesystem gehörten aber "nicht nur der Regionalzughalt Poccistraße, sondern auch die Sendlinger Spange und eine Verstärkung der Regionalzüge zwischen Pasing und Hauptbahnhof, genauer gesagt dem Holzkirchner Bahnhof." Daher sei auch wichtig, dass die Trambahnlinie 20 auf der neuen Strecke nach Berg am Laim Bf (Zamdorf) fahre und nicht die geplante Linie 25 einen Anschluss an die S-Bahn herstelle, betont Nagel. 

Während der zweiten Stammstreckensperrung am Mittwochnachmittag wurden laut Bahn einige S-Bahnlinien oberirdisch zum Hauptbahnhof oder über den Südring umgeleitet. Andere Linien endeten und begannen in außenliegenden Bahnhöfen. 

kf

 

Rubriklistenbild: © dpa

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