Heftige Explosion in Wohnhaus: Foto zeigt Ausmaß der Katatstrophe - erste Schwerverletzte geborgen

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„Bahnstrecke nach unten“: Georg Aschauer (l.) und Klaus Backer von „Fasanerie Aktiv“ wollen die Troglösung. Foto: rk

S-Bahn soll tiefergelegt werden

München - In Feldmoching-Hasenbergl wird es 2013 darum gehen, wie Lärm und Stau entlang der Strecke der S-Bahn-Linie 1 eingedämmt werden können. Außerdem gibt es im Viertel Pläne für ein Gedenk-Zentrum.

Für ausreichend Diskussionsstoff wird 2013 noch einmal das Thema Lärm und Stau entlang der S1-Strecke in Feldmoching-Hasenbergl sorgen. Zwei Möglichkeiten gibt es: Am Bahnübergang an der S-Bahnstation Fasanerie und an den Bahnübergängen in der Lerchenauer Straße und der Lerchenstraße könnten Unterführungen zumindest Staus verhindern. Die Kosten würden sich schätzungsweise auf 23 Millionen Euro belaufen. Oder man entscheidet sich für eine sogenannte Troglösung zwischen dem Allacher Rangierbahnhof und Feldmoching. Unter den Gleisen würde eine Betonwanne entstehen und die Bahnstrecke damit tiefergelegt werden. Die Kosten lägen dann im dreistelligen Millionenbereich.

Zweiteres fordert etwa der Verein „Fasanerie Aktiv“. Auch, um nicht nur den Verkehr zu beruhigen, sondern gleichzeitig einen effektiven Lärmschutz gegen das Geratter der Züge zu garantieren.

Am Ende treffen aber die Deutsche Bahn und die Stadt München die Entscheidung. Die Verhandlungen laufen, die günstigere Variante gilt als wahrscheinlich. 2013 könnte das alte Leidthema also - zumindest planerisch - endlich beendet werden. „Wir können froh sein, wenn das Vorhaben endlich eingetütet ist“, sagt deshalb auch Markus Auerbach.

Im Stadtteil Feldmoching-Hasenbergl gibt es im kommenden Jahr aber auch zwei Siedlungen, die einen Grund zum Feiern haben. Während die Siedlung Ludwigsfeld 60 Jahre alt wird, zelebriert die Siedlung am Lerchenauer See das halbe Jahrhundert ihres Bestehens. 1963 wurde der Grundstein für die Siedlung gelegt. In welcher Form das Jubiläum gefeiert wird und ob es ein paar Geburtstags-Veranstaltungen gibt, das steht momentan aber noch nicht fest, wie der Vorsitzende des Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl (BA 24), Markus Auerbach, auf Anfrage mitteilte.

Der Arbeitskreis „60 Jahre Ludwigsfeld“ und der Verein „Kulturgemeinschaft Ludwigsfeld“ (Kugel) sind planerisch etwas weiter. Obgleich es noch keine fixen Pläne über Form und Inhalt etwaiger Festivitäten gibt, wird im Februar auf jeden Fall eine Ausstellung in der Filialkirche St. Johann Nepomuk (Kristallstraße 7) eröffnet, die die 60-jährige Geschichte der Siedlung dokumentiert. Und der Arbeitskreis „60 Jahre Ludwigsfeld“ setzt sich außerdem dafür ein, dass die ehemalige Kantinenbaracke des „Bundesauswandererlagers“ und die einstige Sanitärbaracke der KZ-Außenstelle Dachau-Allach an der Granatstraße 8 zum „Kultur-, Gedenk- und Begegnungszentrum“ umfunktioniert wird. Der einstige Ort des Schreckens soll zum kulturellen Mittelpunkt der Siedlung Ludwigsfeld umfunktioniert werden und gleichzeitig ein Ort des Gedenkens an die Häftlinge des einstigen KZ-Außenlagers entstehen. Der Bezirksausschuss unterstützt das Vorhaben parteiübergreifend.

Ein Jubiläum, das man durchaus feiern kann, aber wohl eher in kleinerem Rahmen, ist die Eingemeindung Feldmochings vor 75 Jahren: „Da wir erst kürzlich 1200 Jahre Feldmoching gefeiert haben, wird das keine größere Sache“, so der BA-Chef Auerbach.

Benjamin Krischke

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