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Feldherrnhalle und Theatinerkirche: An der eingerüsteten Kirche wird noch ein Jahr gearbeitet; die Halle muss warten.

Historische Denkmäler in München

Sanierung: Die Feldherrnhalle muss warten

München - Münchens historische Denkmäler sollen herausgeputzt werden. Bei Frauenkirche und Theatinerkirche geht die Restaurierung voran, weitere Maßnahmen sind geplant. Feldherrnhalle und Siegestor müssen aber noch warten.

München ist bekannt für seine historische Wahrzeichen wie die Frauenkirche, die Theatinerkirche und die Feldherrnhalle. Um diese trotz fortgeschrittenen Alters gut zu erhalten, nehmen Stadt und Freistaat viel Geld in die Hand. Welche Baumaßnahmen stehen 2016 an? Wir haben die wichtigsten Projekte zusammengetragen.

Theatinerkirche

Bei der Restaurierung der beiden großen Kirchen in der Altstadt geht die Arbeit zügig voran: Der erste Bauabschnitt an der Fassade der Theatinerkirche und ihren beiden Türmen ist beendet. Dort reinigten Fachleute unter anderem den Naturstein, überarbeiteten die Fenster und ergänzten die barocken Stuckdekorationen. Für 2016 ist unter anderem die Restaurierung der Figuren und des Wappens an der Fassade sowie ein frischer gelb-ockerfarbene Außenanstrich geplant. Voraussichtlich Ende des Jahres wird das Gerüst am Odeonsplatz abgebaut, teilt das staatliche Bauamt mit. „Zeitnah“ sollen außerdem Feuchtschäden im Bereich der Kuppel von St. Kajetan behoben werden, „um größere Schäden zu vermeiden.“

Nach Angaben des staatlichen Bauamts ist die gesamte Restaurierung der im 16. Jahrhundert gebauten Kirche spätestens im Frühjahr 2019 beendet: „Die Schäden, insbesondere an der Kuppel, stellten sich als gravierender heraus als ursprünglich angenommen“, teilte das staatliche Bauamt mit. Die Kosten sollen aber im Rahmen von 8,4 Millionen Euro bleiben.

Frauenkirche

Die Sanierung der Frauenkirche hatte vor acht Jahren begonnen. Heuer soll das Gerüst vom Südturm wegkommen.

Auch die ältere Schwester der Theatinerkirche, die Frauenkirche, muss in diesem Jahr noch einiges erdulden. Ihr Südturm soll im November endgültig vom Gerüst befreit werden, nachdem die Mauer- und Natursteinarbeiten abgeschlossen sind, teilte das staatliche Bauamt mit. Zudem wird das Michaelsfenster über dem Hauptportal restauriert. Neben dem Südturm sollen auch die Domvorhalle und das Domportal in diesem Jahr fertiggestellt werden. 2017 wird dann mit den Arbeiten am Kirchenschiff begonnen. Da es sich um ein kontinuierliches Baupflegeprogramm handle, könnten derzeit noch keine Angaben zu den Gesamtkosten gemacht werden. Allein die Restaurierungsarbeiten am Südturm kosteten rund drei Millionen Euro. Die Maßnahmen an dem 1488 fertiggestellten Dom hatten vor acht Jahren begonnen.

Feldherrnhalle

Noch harren muss indes die Feldherrnhalle am Odeonsplatz ihrer dringenden Sanierung. Und zwar wohl mindestens noch ein Jahr lang. Sie wurde in den 50er-Jahren letztmals renoviert und hat mittlerweile starke witterungsbedingten Spuren, Risse und Ablagerungen am Gemäuer.

„Der Bauantrag für die Sanierung wird im nächsten Jahr gründlich vorbereitet“, erklärt Markus Söder, bayerischer Finanz- und Heimatminster, dem auch die Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen untersteht. Es handle sich bei der Sanierung aufgrund ihrer Bedeutung um ein sensibles Projekt. „Hier wird besonders sauber gearbeitet werden müssen.“ Die Feldherrnhalle wurde 1841 bis 1844 von Friedrich von Gärtner errichtet. Im Doppelhaushalt 2017/18 würden die Baumaßnahmen berücksichtigt werden, teilte Söder auf Anfrage unserer Zeitung mit. Den genauen Baubeginn könne man aber noch nicht benennen.

Rund ums Siegestor

Pläne rund ums Siegestor: Breitere Fußgängerzonen und die Pappelallee soll weitergeführt werden.

Auch rund einen Kilometer weiter nördlich der Ludwigstraße soll umgebaut werden. Im April 2013 hatte der Bauausschuss des Stadtrates die Neugestaltung des Platzes rund um das historische Siegestor beschlossen, dessen Renovierung Faltlhauser ebenfalls gefordert hatte. Dazu kommt es zwar nicht. Nach einem Bürgerbeteiligungsverfahren erarbeitete das Baureferat aber ein Konzept, das auf eine fußgängerfreundlichere Umgebung abzielt. Darin benannte Defizite wie die überdimensionierten Abbiegespuren, Parkplatzflächen und der viel zu große Taxistand sollen behoben werden. Demnach müssen Parkplatzflächen breiteren Fußgängerzonen weichen und die Pappelallee an der Leopoldstraße soll bis zum Siegestor und zur Universität weitergeführt werden, wie es auch die ursprüngliche Planung von Friedrich von Gärtner aus dem 18. Jahrhundert vorsieht, teilt das Baureferat mit. Aktuell prüfe die Stadtgestaltungskommission das Konzept. Erst wenn diese Prüfung abgeschlossen ist, kann sich der Stadtrat damit befassen. Daher kann für den Umbau auch hier noch kein Termin genannt werden.

Die Frauenkirche wird ausgepackt

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Sophie Krause

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