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Das Klinikum Schwabing.

Dennoch macht der Betrieb Miese

Sanierungskonzept zeigt Wirkung: Stadt-Kliniken leicht im Aufwind

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München - Das Städtische Klinikum München (StKM) mit seinen großen Häusern Bogenhausen, Neuperlach, Schwabing und Harlaching kommt wirtschaftlich langsam auf die Beine. Das Sanierungskonzept zeigt Wirkung. 

Das Städtische Klinikum München (StKM) mit seinen großen Häusern Bogenhausen, Neuperlach, Schwabing und Harlaching kommt wirtschaftlich langsam auf die Beine. Erstmals seit dem Jahr 2009 wird die Gesellschaft 2016 ein positives Betriebsergebnis ausweisen. Das operative Ergebnis soll über 10 Millionen Euro betragen. „Das Sanierungskonzept greift“, freut sich StKM-Geschäftsführer Axel Fischer. Über Jahre stand der kommunale Klinikverbund kurz vor dem finanziellen Kollaps. 2015 verordnete die Stadt dem Patienten ein knallhartes Sanierungskonzept. Dieses sieht neben dem Abbau von Jobs und Betten auch ein 750-Millionen-Euro Investitionspaket vor. Die eingeleiteten Maßnahmen scheinen nun erste Früchte zu tragen.

Noch haben die Kliniken das finanzielle Jammertal aber nicht vollends durchschritten. Betrachtet man das – maßgebliche – Gesamtergebnis, steht auch 2016 wieder ein Minus. Es wird rund neun Millionen Euro betragen. Laut Sanierungskonzept soll das StKM frühestens 2022 auf eigenen Beinen stehen und nicht mehr am Tropf der Stadt hängen. Auf dieses Jahr will sich Fischer aber nicht festnageln lassen. „Wann wir eine finanzielle Unabhängigkeit von der Stadt schaffen, hängt von den Baufortschritten ab. Wichtig ist mir, dass wir uns an den zugesagten Kostenrahmen halten, unabhängig davon, ob es ein Jahr früher oder später gelingt.“ Rund 380 Millionen Euro wird die Stadt bis 2022 in die Kliniken pumpen, dazu kommen Zuschüsse vom Freistaat. Am Ende des Prozesses soll das StKM Medizin auf höchstem Niveau bieten, allerdings nicht mehr an allen Standorten eine Vollversorgung.

Der Startschuss zum Neubau des Klinikums Schwabing erfolgte im Oktober (wir berichteten). Die Planungen der weiteren Neubauprojekte Klinikum Harlaching, Klinikum Bogenhausen sowie der Neubau eines Zentrallabors am Klinikstandort Neuperlach konkretisieren sich derzeit.

Die Umsetzung des Sanierunskonzeptes hat viele Mitarbeiter verunsichert. Doch sei „die Stimmung bei den Beschäftigten nicht ausschließlich schlecht“, sagt Fischer. „Es wendet sich gerade zum Besseren.“ Das Jahr 2017 soll nun ein Jahr der Ruhe werden. Für Unruhe sorgt allerdings gerade das Gerücht, wonach die Klinikleitung Abteilungen auslagern will, um dann an die Gehälter zu gehen. Hintergrund ist der gescheiterte Sanierungstarifvertrag zwischen StKM und den Gewerkschaften. Fischer wollte damit Einsparungen von jährlich sechs Millionen Euro erzielen, doch die Gespräche liegen auf Eis. Nun denkt der frühere Unternehmensberater darüber nach, wie man die sechs Millionen an anderer Stelle einsparen könnte. Nicht betroffen wäre allerdings der „weiße Bereich“, sagt Fischer: „Im Falle eines Scheiterns des Sanierungstarifvertrages gibt es verschiedenste Überlegungen, wie das Einsparpotenzial realisiert werden kann. Insbesondere Medizin und Pflege wären davon unberührt. Insgesamt ist eine Schlechterstellung unserer aktuellen Mitarbeiter nicht in unserem Sinne.“

Während das StKM auf der einen Seite Personal im Bereich Küche, Logistik und Service gerne abbauen möchte, fehlen an anderer Stelle Kräfte. „Wir haben ein Problem mit Personalmangel, vor allem in der Pflege“, sagt Fischer. „Das war der Grund, warum wir weniger Patienten behandeln konnten als geplant. Ich hoffe, dass wir 2017 bei den Patientenzahlen annähernd das Niveau von 2014 erreichen können.“ Höhere Patientenzahlen bei niedrigeren Beschäftigtenzahlen – das lässt das Unternehmensberater-Herz höher schlagen.

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