Schnitzeljagd und Streicheleinheiten auf der Hunde-Polizeischule

München - Beagle Lilly und Hannoveraner Buddy haben eine 18-monatige Ausbildung vor sich. Tägliche Riechtests gehören dazu, Schnitzeljagden mit Senioren und Kindern, Verfolgungstraining im Biergarten – und jede Menge Streicheleinheiten.

Das Ziel: die Beförderung zum „Mantrailinghund“. Die Münchner Polizei will Lilly, einen 15-wöchigen Beagle, und Buddy, einen 11-wöchigen Hannoveraner Schweißhund, bei der Suche nach Vermissten und Straftätern einsetzen. „Die Idee, eigene Hunde für die Personensuche auszubilden, gibt es schon länger“, sagt Polizeidirektor Gerhard Seitz. Zwar haben er und seine Kollegen schon früher private Rettungshundestaffeln bei Einsätzen in Anspruch genommen, aber „bei der Verfolgung von Straftätern ist das viel zu gefährlich“.

Nun hat die Polizei also Spezialistennachwuchs im eigenen Haus. „Wir haben bewusst keine Schäferhunde genommen, sondern Nasenhunde“, sagt Seitz. Beaglehunde haben nicht nur besonders viele Riechzellen, sondern auch vorteilhaft kurze Beine – damit sind sie einfach näher an der Spur.

Hunde können eine Million mal besser riechen als Menschen, selbst einzelne Hautschüppchen stöbern sie auf und ordnen sie dem passenden Urheber zu. Nicht nur hat jeder Mensch seinen individuellen Geruch, „auch riechen Kinder anders als Senioren und Deutsche anders als Ausländer“, so Seitz. Deswegen hofft die Polizei auf eine gut gemischte Gruppe von Freiwilligen, die sich von Lilly und Buddy zwecks Duftrepertoire beschnuppern lassen.

Zehn bis zwölf Jahre Dienstzeit haben die Welpen vor sich. Buddy kommt bei Andreas Stadler unter, Lilly bei Andreas Dindorf. Die Polizisten haben Erfahrung als Diensthundeführer. Trotzdem sei es eine „Riesenumstellung“ vom Schäferhund zum Beagle, sagt Dindorf. Er schaut bereits ähnlich treuherzig wie sein Welpe, wenn er ihn auf den Schoß nimmt. „Der Hund ist mein Schützling, an den kommt keiner ran, der ihm was will!“

Rubriklistenbild: © dpa

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