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Der Schauspieler und Nebenkläger Heino Ferch sitzt in einer Verhandlungspause am 09.05.2016 im Landgericht in München

Landgericht bestätigt weitgehend erste Instanz

Schlägerei mit Heino Ferch - Angeklagter erneut verurteilt

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München - „Oktoberfestassoziierte Taten“ gibt es in München zur Wiesn-Zeit zuhauf. Besonders wird das Ganze, wenn ein Prominenter wie Schauspieler Heino Ferch involviert ist. Jetzt hat das Landgericht ein Urteil gesprochen.

Kommentieren wollte er die Entscheidung des Richters nicht. Stattdessen nahm Schauspieler Heino Ferch (52) lieber seine Frau Marie-Jeanette an die Hand und verließ lächelnd das Landgericht. Das Promi-Ehepaar war gestern gekommen, um sich das Urteil im Prügel-Prozess anzuhören. Am Ende wirkten sie zufrieden: Steve R. (32), der bereits in erster Instanz 6000 Euro zahlen musste, wurde gestern erneut verurteilt. Seine Geldstrafe wurde auf 4500 Euro verringert, trotzdem ist er schuldig der gefährlichen Körperverletzung.

Es ist ein Urteil, das für Ferch persönlich wichtig ist und das auch seinen guten Ruf bewahrt. Denn lange wurde darum gestritten, wer den ersten Schlag gesetzt hatte am 28. September 2014 – jenem Abend, als der Schauspieler, seine Frau und einige Freunde nach der Wiesn im Heart weitergefeiert hatten. In der Disco kam es zum Streit mit Steve R. und dessen Spezl. Am Ende lag Ferch blutend am Boden – laut Urteil niedergestreckt von Steve R. Der hatte angeblich in Notwehr gehandelt, argumentierte Verteidiger André Schuster. Und nur deshalb zugeschlagen, weil Ferch ihn am Kragen gepackt hatte. „Auf mich wirkt das konstruiert und unglaubwürdig“, sagte aber Richter Bernd Magiera. Er schmetterte die Berufung ab, weil etliche Zeugen den Schlag R.s exakt beschreiben konnten.

Auch wirtschaftlich wird das Urteil für Ferch nun eine wichtige Rolle spielen, denn er war nach der Schlägerei 14 Tage für einen Filmdreh ausgefallen. Die Kosten dafür: rund 300 000 Euro, die die Produktionsfirma zurückhaben will. Auf Steve R., der als Versicherungsmakler nach eigenen Angaben monatlich 1000 Euro verdient, werden nun noch üppige Geldforderungen zukommen. Bis zum Schluss bestritt er die Tat. Am Ende belasteten ihn aber auch seine eigenen SMS aus der Prügelnacht. Einer Freundin schrieb er: „Ich hab Scheiße gebaut.“

Andreas Thieme

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