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Jerzey P. (50) erhält 7500 Euro Schmerzensgeld zugesprochen.

Fußballabend endete schmerzhaft

Schlechter Scherz! Böller-Opfer bekommt vor Gericht Recht

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München - Ein Fußballabend endete für einen polnischen Arbeiter schmerzhaft und laut. Seine Freunde spielten ihm übel mit. Vor Gericht bekam er Recht.

Dieser Prozess klingt wie ein schlechter Scherz! Vier polnische Arbeiter haben am 24. Mai 2014 das Champions- League-Finale zusammen im TV angeschaut. Einer wurde müde und ging schlafen. Seine Spezln heckten aber einen makabren Plan aus: Unter dem Bett von Jerzey P. (50, Name geändert) deponierten sie eine Ladung voller Böller. Als er es sich gerade gemütlich machen wollte, explodierten die Geschosse – und erschreckten den Mann bis ins Mark.

Die Spezln lachten sich halb tot. Für Jerzey P. war die Sache aber gar nicht witzig, denn er trug Verletzungen davon – unter anderem einen schweren Hörschaden. Deshalb verklagte er das Trio um Rädelsführer Janek M. (46, Name geändert) auf Schmerzensgeld. Gestern ging die Sache vor Gericht.

Janek M. verging das Lachen schnell: In der Verhandlung wurde bald klar, dass er für die Böllerattacke zahlen muss. Gestritten wurde nur noch über die Höhe. Am Ende stand eine Summe von 7500 Euro, die Jerzey P. zugesprochen wurde.

Für das Geld hätten die vier Männer problemlos gemeinsam in den Urlaub fahren können. Stattdessen leisteten sie sich den ebenso doofen wie kostspieligen Streich. Auch die Freundschaft hat gelitten: Jerzey P. verklagt Janek M. auch noch wegen Körperverletzung.

A. Thieme

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