Hier kann er noch lachen: Schmuckdesigner Thomas Sabo mit Ehefrau Luz-Enith (li.) und Model Monica Cruz. dpa

Schmuckdesigner bei eigener Party verletzt

München - Der Silberschmuckkönig Thomas Sabo soll auf seiner Party einen Kellner beleidigt haben. Der rastete aus und warf mehrere Aschenbecher nach Thomas Sabo. Einer traf.

Es war spät geworden im Postpalast – dem Gebäude mit der markanten Glaskuppel an der Wredestraße (Maxvorstadt). Der angesagte Schmuckdesigner Thomas Sabo feierte dort in der Nacht zum Sonntag mit zahlreichen Prominenten anlässlich der Münchner Schmuckmesse „Inhorgenta“. Die kleine Schwester von Hollywoodstar Penelope Cruz, Model Monica Cruz, war gekommen, die Band „Boss Hoss“ spielte, der Alkohol floss in Strömen. Es war ein Fest, wie es sich der Designer wohl vorgestellt hatte.

Doch um kurz vor drei Uhr nachts kippt plötzlich die Stimmung. Der Gastgeber, Thomas Sabo, soll einen Kellner der Cateringfirma beschimpft haben. Worum es genau geht, bleibt unklar. Der Kellner will weggehen, doch die Schimpftirade soll kein Ende genommen haben. Irgendwann rastete der 30-Jährige Kellner aus und wirft ein Tablett mit mehreren Aschenbechern nach dem Schmuckdesigner. Ein Aschenbecher trifft den 49-Jährigen am Kopf. Blutend lässt sich der Schmuckdesigner vom Shuttle-Dienst in die Chirurgische Klinik an der Nußbaumstraße fahren. Dort behandeln die Ärzte seine Platzwunde.

Um kurz vor vier Uhr kommt die Polizei vorbei, die ein Mitarbeiter von Sabo gerufen hatte. Die Beamten hatten Thomas Sabo erst in einer anderen Klinik vermutet. Den mutmaßlichen Täter hatte der Sicherheitsdienst der Veranstaltung so lange festgehalten, bis die Polizisten am Postpalast eintrafen. Gegen den Kellner ermittelt die Polizei nun wegen gefährlicher Körperverletzung.

Thomas Sabos Schmuck ist vor allem bei Mädchen und jungen Frauen beliebt. Am bekanntesten sind seine Bettelarmbänder, die sich mit immer neuen silbernen Anhängern, sogenannten Charms, bestücken lassen. Populär wurden Sabos Kreationen auch, weil sie von Prominenten wie der schwedischen Band „Mando Diao“ oder Stargeiger David Garrett getragen werden. Thomas Sabo hatte seine eigene Schmuckmarke bereits 1984 gegründet und als erster Designer darauf gesetzt, auch mit Silberschmuck einen Markennamen aufzubauen. Inzwischen ist er auch als Förderer des Nürnberger Eishockey-Vereins „Ice Tigers“ bekannt.

Philipp Vetter

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