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Der Trend geht zum Zweitschloss: Frank Jocher vom "Radlbauer" empfiehlt ein Bügelschloss (l.), ein Faltschloss – oder beides.

Tipps

So schützen Sie Ihr Fahrrad gegen Diebstahl

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München - Um Dieben die Arbeit möglichst schwer zu machen, sollten Radlbesitzer einige Tipps beachten.

Die Grundregeln

Laut der Zeitschrift „test“ der Stiftung Warentest muss ein Fahrrad immer fest angeschlossen sein. Dabei gilt, das Schloss stets an einer hohen Position anzubringen. Es sollte die Erde nicht berühren. So werde einem Dieb die Arbeit erschwert, da dieser sein Werkzeug nicht am Boden abstützen kann. Besonders effektiv schützt ein gutes und großes Schloss, mit dem sich nicht nur der Rahmen, sondern zusätzlich ein Rad an der Anlage, dem Pfahl oder dem Gitter abschließen lässt.

Darüber hinaus ist es wichtig – wenn möglich – eine gut einsehbare Abstellanlage zu wählen. Dadurch erhöht sich für den Dieb das Risiko, bei der Tat beobachtet und vertrieben zu werden.

Das richtige Schloss

Viele miese Schlösser erleichtern Radldieben die Arbeit. Sichere Fahrradschlösser gibt es laut der Zeitschrift „test“, die 30 Fahrradschlösser unterschiedlicher Bauart zu Preisen von 15 bis 125 Euro untersucht hat, schon für 25 bis 30 Euro. In der Gesamtwertung schnitt das Bügelschloss Abus uGrip Plus 501 (83 Euro) am besten ab. Es wurde mit der Note 1,9 bewertet. Knapp dahinter folgen die Modelle Fischer „Safe“ 85851 für etwa 30 Euro und Zéfal K-Traz U14 für 36 Euro. Beide wurden mit der Gesamtnote 2,0 bewertet. Die Tester weisen darauf hin, dass die meisten Bügelschlösser sperrig und recht unflexibel sind. So eignen sie sich zum Beispiel nicht für das Anschließen eines Fahrrads an einen dicken Pfahl. Zudem lasse sich damit oft nur der Rahmen festmachen. Vorder- oder Hinterrad bekomme man häufig nicht mehr in den Bügel.

Mehr Flexibilität beim Anschließen ermöglichen das Faltschloss Abus Bordo Granit X Plus 6500 für 125 Euro (Gesamtnote „gut“, 2,1) und die Kette Axa Cherto Compact 95 für 25 Euro. Hier gab es ein „Gut“ (2,0) in der Gesamtnote. Frank Jocher, stellvertretender Filialleiter von Radlbauer im Euro-Industriepark, empfiehlt Bügelschlösser. „Von Abus gibt es beispielsweise sehr gute. Bügelschlösser sind verhältnismäßig sicher, aber auch oft etwas hochpreisiger.“ Auch Faltschlösser würden einen hohen Sicherheitsstandard erfüllen. „Man sagt, dass der Preis des Schlosses in etwa zehn Prozent des Kaufpreises des Fahrrads ausmachen sollte“, so Jocher. Zudem sei zunehmend zu beobachten, dass Radlbesitzer ihre Drahtesel mit zwei oder mehreren Schlössen sichern – gerade in Städten wie Amsterdam und New York, in denen Räder sehr häufig gestohlen werden. „Ich mache das selbst auch so. In München ist dieser Trend auch immer häufiger zu sehen.“

Nicht nur stabile Schlösser wirken auf Diebe abschreckend. Auch eine eingravierte Ziffernfolge mit einem Aufkleber „Finger weg! Mein Rad ist codiert!“ halten Langfinger ab und machen es Hehlern schwer.

Fahrradfahrer sollten sich zudem die Rahmennummer sowie andere typische Kennzeichen im Radlpass notieren und Fotos ihres Drahtesels machen. Wird das Fahrrad gestohlen, erleichtert das die Schadensmeldung, die Fahndung der Polizei und erhöht die Chance, das Radl wiederzubekommen.

Die Versicherung

Für den Fall eines Diebstahls können Fahrradfahrer auch mit einer Versicherung vorsorgen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: über eine spezielle Fahrrad- oder über eine Hausratversicherung. Bei Letzterer ist ein Basisschutz mitunter inklusive. Stiftung Warentest rät, beim Anbieter nachzufragen, was es kostet, die Versicherungssumme zu erhöhen oder – sofern erforderlich – den Vertrag für Fahrräder zu erweitern.

Hinschauen

Falls Passanten einen Verdächtigen beim Fahrrad-Klau erwischen, sollte niemand den Helden spielen. Sinnvoll ist es, unter der 110 die Polizei zu informieren.

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