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Der Schweizer hat bei seiner Kamikaze-Fahrt mit dem blauen Golf durch München auch ein Polizeiauto angefahren. Da half nur noch der Abschleppdienst "Eichenseher". 

Schweizer trug im Auto einen Sturzhelm

Kamikaze-Fahrt durch München: Mann (20) war vermisst gemeldet

München - Ein Schweizer, der mit einem Sturzhelm in seinem zertrümmerten VW Golf saß, hat die Münchner Polizei in Atem gehalten. Er war kamikazemäßig am Mittleren Ring unterwegs. 

+++ Update: Die Polizei hat weitere Details bekanntgegeben - und die Stoßstange wurde gefunden

Der ganze Motorraum ist voller Erde und Grasbüschel. Dass dieses Auto überhaupt noch fuhr, ist ein Mysterium. Aber das ist nur eines von vielen Rätseln, vor die ein psychisch kranker Amokfahrer Sonntagfrüh die Münchner Polizei bei einer wilden Verfolgungsfahrt stellte…

Mit diesem Sturzhelm war der Fahrer unterwegs.

Irgendwo zwischen der Schweizer Grenze und dem Stadtgebiet München muss der blaue Miet-Golf von Europcar mit dem Schweizer Kennzeichen des Kantons Appenzell-Innerrhoden (AI) ein Feld oder eine Wiese durchpflügt und sich dabei überschlagen haben. Dabei verlor das Fahrzeug sogar die Stoßstange. Aber wo? Der Münchner Polizei fiel der komplett ramponierte, an allen Ecken scheppernde Schrotthaufen erst Sonntagfrüh um 7.50 Uhr am Autobahnende der A96 im Westend auf. Am Steuer: Ein Mann mit Sturzhelm! Da war das Dach bereits eingedrückt, die Frontscheibe zersprungen und voller Löcher. Neun Minuten später wurde der Golf erneut auf dem Mittleren Ring in Richtung Stadtmitte gesichtet. Als der Fahrer das erste Blaulicht sah, gab er Vollgas – fuhr über mehrere rote Ampeln. Am Bavariaring brachte sich eine Fußgängerin mit einem großen Sprung im letzten Moment in Sicherheit. Im Höllentempo jagte der rollende Schrotthaufen Richtung Hauptbahnhof, raste um 8.15 Uhr dicht gefolgt von mehreren Streifen- und Zivilfahrzeugen durch den Paul-Heyse-Tunnel. An der Kreuzung Seidl- und Arnulfstraße versuchte der Amokfahrer eine Blitzkehre. Dabei rammte ein Streifenwagen den Golf mit voller Absicht und die anderen Polizeifahrzeuge schnitten ihm den Weg ab. Erst da gab der Fahrer auf.

Schweizer auf Amokfahrt durch München: Bilder

Unter dem Sturzhelm kam ein 20-Jähriger aus dem Engadin zum Vorschein. Er ist nach Auskunft der Schweizer Behörden psychisch krank und war als vermisst gemeldet. Ob er unter Drogen oder Alkohol stand, ist noch unklar. Er wird in der Psychiatrie betreut und bald in seine Heimat gebracht.

Dorita Plange 

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