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Chaos im Berufsverkehr: Am Bahnhof Marienplatz warten Hunderte Menschen auf die Bahn.

Stundenlanges Chaos am Dienstag

Schwelbrand bremst U-Bahnen aus - Ursache unklar

München - Tausende Pendler haben sich gestern Morgen wieder über die U-Bahn geärgert: Sowohl auf der U3 als auch auf der U6 gab es massive Probleme.

Mehr als sechs Stunden fuhr die U3 nur noch zwischen Fürstenried West und Sendlinger Tor, in dem Abschnitt bis zur Münchner Freiheit war lediglich die U6 unterwegs. Auslöser für das Chaos war ein Schwelbrand an der Stromschiene der U-Bahn am Marienplatz.

Die MVG versuchte, den Pendlern mit Ersatzbussen an der Oberfläche eine Alternative zu bieten. Zwar blieb die U6 auf ihrer regulären Linie, aber in den Stationen Sendlinger Tor, Marienplatz und Odeonsplatz fuhr die U-Bahn in beide Richtungen von Gleis zwei ab. Da in der anderen Röhre das beschädigte Stück Schiene ausgetauscht werden musste, kam es sowohl bei U3 als auch U6 zu Verspätungen und Zugausfällen.

Bereits um 5.47 Uhr hatten Mitarbeiter der Bahn Rauch am Bahnsteig Marienplatz bemerkt und die Feuerwehr gerufen. Der Bahnsteig wurde sofort geräumt und gesperrt. Die angerückte Feuerwehr löschte den Schwelbrand mit einem Kohlendioxidlöscher. Mehrere Trupps erkundeten mit Atemmasken den unterirdischen Bahnhof.

Erst ab 12 Uhr verkehrten die U3 und U6 wieder planmäßig. Die MVG hatte Helfer zu den betroffenen Bahnhöfen beordert, die dort Menschen umleiteten und mit aktuellen Informationen versorgten. Die meisten nahmen es mit Humor.

Den Sachschaden bewertete ein MVG-Sprecher gestern als „nicht nennenswert“. Da­rüber, warum an der Schiene ein Schwelbrand ausgebrochen war, gab die MVG am Dienstagabend keine Auskunft.

Verzögerungen auch bei der S-Bahn

Ein Unglück kommt selten allein: Auch bei der S-Bahn mussten sich die Münchner gestern gedulden. „Im Berufsverkehr kam es wegen Signalstörungen in einigen Außen-ästen zu Verzögerungen“, sagte ein Bahn-Sprecher. Die Verzögerungen hätten aber jeweils nur zehn bis 15 Minuten betragen. Allerdings mussten Fahrgäste zur Mittagszeit dann schon wieder auf ihre S-Bahnen warten. Wieder waren es Signal- und Weichenstörungen, die zeitweise den Verkehr auf der Stammstrecke in Richtung Westen beeinträchtigten. Auch hier dauerten die Verzögerungen laut Bahn aber nicht länger als 15 Minuten.

Maik Hackemann

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