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Frahie A. wurde auf dem Frühlingsfest Opfer einer Sex-Attacke.

Junge Mutter (21) begrapscht

Sex-Attacke und üble Prügelei auf dem Frühlingsfest

München - Nach Angriff auf junge Mutter: Eine Gruppe von Ausländern verfolgt den Täter und übergibt ihn der Polizei.

Gewaltdelikte überschatten das Frühlingsfest: Ein Mann wurde bei einer Schlägerei lebensgefährlich verletzt, und eine junge Mutter wurde begrapscht, geschlagen und dabei gefilmt. Die Polizei schritt nach Recherchen der tz allein am ersten Fest-Wochenende bei neun Körperverletzungen ein und erteilte in den ersten drei Tagen 42 Platzverweise.

Aus heiterem Himmel wurde die 21-Jährige Frahie A. auf dem Frühlingsfest zum Opfer einer Sex-Attacke: Als sie sich am Samstag vor einer Woche über den Kinderwagen ihrer zehn Monate alten Tochter beugte, habe ihr ein Mann von hinten zwischen die Beine gegriffen, berichtete sie der tz. Als sie sich umdrehte, habe der Mann sie bedrängt und ihr schließlich heftig ins Gesicht geschlagen. Als Frahie A.s Mutter den betrunkenen Schüler wegdrängen will, wird sie nach Schilderung des Opfers so stark an den Haaren gezerrt und geschlagen, dass sie eine Gehirnerschütterung und ein Schleudertrauma erleidet. Die ganze Zeit seien zwei Kumpanen des Täters feixend daneben gestanden, berichtet die 21-Jährige. Einer habe die Szene sogar mit seinem Handy gefilmt. Dann sei die Gruppe weggegangen. Es habe auch andere, unbeteiligte Zeugen gegeben, doch keiner habe geholfen, klagt die junge Frau.

Anders eine Gruppe junger Männer – drei aus Syrien, zwei aus dem Irak, einer aus dem Libanon: Sie kommen den schockierten Frauen zu Hilfe, verfolgen den Täter, halten ihn fest und übergeben ihn einer Zivilstreife. Die nimmt den etwa 20-jährigen Mann fest. Die Ermittlungen laufen. Frahie A., deren Vater Syrer ist, sagt: „Der Täter war auch kein Deutscher. So unterschiedlich sind die Menschen. Der eine grapscht und schlägt, die anderen helfen.“

Auch in einem anderen Fall ermittelt die Kriminalpolizei: Am Rande des Frühlingsfestes kam es am Samstag auf der Theresienwiese zum Streit zwischen einem stark betrunkenen Briten und einem 26-jährigen Elektriker aus München. Worum es ging, ist laut Polizei unklar. Der Münchner habe gegen 22.40 Uhr unterhalb der Bavaria dem Briten mit der Faust ins Gesicht geschlagen, nachdem dieser ihn umklammert hatte. Der Brite stürzte und schlug so heftig mit dem Kopf aus, dass er lebensgefährliche Verletzungen erlitt.

Einsatzkräfte der Feuerwehr, die wegen der „Firetage“ ohnehin auf der Theresienwiese waren, leisteten erste Hilfe und riefen den Notarzt. Der Brite wird in einer Klinik behandelt und schwebt laut Polizei in Lebensgefahr. Der Elektriker wurde festgenommen und in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums gebracht.  

mm

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